14.10.2015 | Studie

Staatsanleihen als Sicherheiten in Repo-Geschäften weniger gefragt

Die International Capital Market Association hat im September die Ergebnisse einer halbjährlich durchgeführten Umfrage zur Entwicklung des europäischen Repo-Markts veröffentlicht. The "European Repo Market Survey" zeigt, dass das Volumen der ausstehenden Repo-Geschäfte seit Dezember 2014 um 2 % gestiegen ist, während es auf Sicht von 12 Monaten um 2,9 % gesunken ist. Der Anstieg im letzten Halbjahr lässt sich durch die Erhöhung des Volumens einiger großer Banken erklären, da das Medianportfolio kleiner geworden ist.
Der seit 2012 zu beobachtende Aufwärtstrend direkt verhandelter Transaktionen, wird auch in der aktuellen Umfrage bestätigt. Diese Entwicklung hat den Autoren zufolge wahrscheinlich regulatorische Gründe und zeigt sich auch in einem Rückgang des anonymen elektronischen Handels.


Quelle: ICMA

Der Anteil der in US-Dollar notierten Repo-Geschäfte hat sich seit der letzten Umfrage erhöht, während der Anteil des japanischen Yen gesunken ist. Dies spiegelt sich auch in der Wahl der Sicherheiten wieder. US-amerikanische Sicherheiten sowie Sicherheiten aus "sonstigen" OECD-Staaten wurden häufiger verwendet als im Vorjahr, während die Verwendung japanischer Sicherheiten zurückging. Des Weiteren verloren Staatsanleihen an Beliebtheit. Sie gaben Anteile an sonstige Anleihen und Aktien ab, machen allerdings immer noch einen Großteil der Sicherheiten aus.


Quelle: ICMA

Die Laufzeiten lagen zum Großteil, wie auch in den vorherigen Umfragen, zwischen einem und drei Monaten. Es gab allerdings einen Rückgang bei sehr kurzfristigen Repo-Geschäften mit einer Laufzeit von einem Tag.

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