Private-Market-Investments verbessern Performance von DC-Plänen
Defined-Contribution-Pensionspläne (DC) erzielen im langfristigen Mittel eine niedrigere Performance als Defined-Benefit-Pläne (DB). Eine mögliche Erklärung hierfür sind Unterschiede in der Asset Allocation, die z.T. regulatorisch bedingt sind. Eine Analyse von Partners Group untersucht, welchen Einfluss die Implementierung von Private-Markets-Investments auf die Risiko- und Renditeeigenschaften von DC-Plänen hat. Als Vergleichsmaßstab dient ein klassisches Aktien/Anleihen-Portfolio, bei welchem zunächst der Aktienanteil überwiegt, der mit näher rückendem Renteneintritt reduziert wird. Das Portfolio wird um 20 % Private-Markets-Investments zu Lasten des Aktienanteils erweitert. Für einen durchschnittlichen DC-Plan führt dies zu einer Steigerung der monatlichen Rentenzahlung um gut 16 %. Basierend auf den Daten der vergangenen 20 Jahre erzielt das Portfolio mit Private-Markets-Anteil eine annualisierte Rendite von 5,9 % gegenüber 5,1 % beim klassischen Portfolio.
Quelle: Partners Group
Diese Outperformance der Private Markets bleibt auch dann bestehen, wenn anstelle von Daten aus der Vergangenheit die Erwartungswerte für die Zukunft betrachtet werden. Auf der Risikoseite zeigt sich, dass die Berücksichtigung von Private-Market-Investments nicht nur die Volatilität reduziert, sondern auch die Extremverluste in Krisenphasen. Beispielsweise sinkt der Maximum Drawdown im Zuge des Platzens der Dot-Com-Blase von -33 auf -26 %. Problematisch ist, dass Private-Markets-Investments nur in größeren zeitlichen Abständen Neubewertungen durchführen, während DC-Pläne täglich verfügbare Bewertungsinformationen benötigen. Hinzu kommt die geringe Liquidität der Anlagen, was die Rebalancing-Möglichkeiten erschwert. Um dieser Anforderung von DC-Plänen gerecht zu werden, muss die richtige Kombination aus illiquiden und etwas liquideren Teilsegmenten der Private Markets gefunden werden. Eine weitere Herausforderung sind die in den Private Markets häufig höheren Kosten. 
Quelle: Partners Group
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Private Equity jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
In der Ausgabe 4|2016 des Absolut|report erläutern Dr. Theo Weber und Markus Taubert von BlackRock, in welcher Form Anleger Zugang zu Private-Debt-Fonds haben und wie ein solcher Baustein in das Portfolio passen kann.