Europäische Immobilieninvestments zeigen weiterhin Potenzial
Die Deutsche Asset Management hat in dem „Europe Real Estate Strategic Outlook“ die Performance und Entwicklung des europäische Immobilienmarktes analysiert. Im Jahr 2016 haben sich die Transaktionsvolumen im europäischen Immobilienmarkt auf ein normales Niveau verringert, vor allem verursacht durch niedrigere Aktivitäten in Großbritannien. Sowohl nationale als auch internationale Investoren haben ihre Neuengagements verringert. Insbesondere für Kontinentaleuropa sind die Aussichten jedoch nach wie vor positiv, zumal im Private Real Estate Market die Investoren Dry Powder in Höhe von 58 Mrd. Euro vorhalten. Per September 2016 war die Rendite kontinentaleuropäischer Immobilieninvestments zwar leicht rückläufig, lag jedoch mit 9,4 % auf einem nach wie vor hohen Niveau. Für die kommenden Jahre gehen die Autoren der Analyse davon aus, dass Kerneuropa und Großbritannien für Anleger die beste risikoadjustierte Performance bieten werden. 
Quelle: Deutsche Asset Management
Die positive konjunkturelle Entwicklung in Europa hat in den vergangenen Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach Büroräumen und entsprechend höheren Mieten geführt. Kurzfristig dürfte sich diese Entwicklung in den A-Lagen fortsetzen, wobei ab 2018 mit der Fertigstellung neuer Flächen und damit einer Ausweitung des Leerstandes bzw. sinkenden Mietdynamiken zu rechnen ist. Im Retail-Bereich konnten Prime-Lagen im Jahr 2016 Mietsteigerungen von 1,6 % erzielen. Trotz struktureller Änderungen hin zum Online-Handel wird dieses Segment als relativer Outperformer angesehen. Dieser Strukturwandel hat auch zu steigender Nachfrage nach Logistik-Immobilien geführt. Angesichts der Tatsache, dass die Mieten in den meisten Märkten unter ihrem Vorkrisenniveau liegen, ist in den nächsten fünf Jahren mit einer Steigerung des Mietniveaus zu rechnen. Die jüngsten Preisanstiege von Wohnimmobilien erschweren den Erwerb von Eigenheimen und stellen für Vermieter damit eine positive Entwicklung dar. Börsennotierte Immobiliengesellschaften konnten sich den Marktturbulenzen nicht entziehen und erzielten in Relation zum gesamten Aktienmarkt eine Underperformance. Insbesondere das Brexit-Votum hatte durch die starke Abhängigkeit des Sektors von der Entwicklung in London starke Auswirkungen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.