Private Equity in schwierigem Marktumfeld
Für die Private-Equity-Branche war das vergangene Jahr von durchwachsenen Ergebnissen geprägt, wie eine umfangreiche Studie der Strategieberatung Bain & Campany zeigt. Zwar stieg das Volumen an Buyouts auf 231 Mrd. US-Dollar, der höchste Wert seit Beginn der Finanzkrise, doch war dies vor allem der Tatsache geschuldet, dass zwei extrem große Transaktionen, nämlich die Delistings von Dell und Heinz, stattfanden. Werden diese Geschäfte herausgerechnet, sank das Volumen in Nordamerika - sowohl wertmäßig als auch bei der Anzahl der Transaktionen - um mehr als 20 %. In Europa stieg zwar der Wert der Geschäfte um ein Drittel, doch die Anzahl nahm hier ebenfalls ab. Der Rest der Welt verzeichnete ebenso Rückgänge.
Quelle: Bain & Company
Verantwortlich für den Rückgang der Aktivität ist die verbesserte ökonomische Lage. So trieben etwa die starken Aktienmärkte die Forderungen der Verkäufer von Unternehmen nach oben und machten gleichzeitig IPOs attraktiver. Aktuell verfügen die General Partners über kumuliert mehr als 1 Billion US-Dollar an freiem Investitionskapital. Auf der Exit-Seite war das vergangene Jahr aus denselben Gründen mit einem Anstieg der Transaktionen um 9 % (+ 14 % im Wert) höchst erfolgreich. Anfang des Jahres verfügten die Private-Equity-Unternehmen über 2,3 Billionen US-Dollar an nicht realisierten Gewinnen in ihren Portfolios. Ebenso erfolgreich verlief das Jahr 2013 unter Fundraising-Gewichtspunkten. Mit Neuzuflüssen von 461 Mrd. US-Dollar liegt dieser Wert 21 % über dem des Vorjahres und bestätigt den positiven Trend. Ebenso kletterten die Renditen.
Quelle: Bain & Company
Im laufenden Jahr rechnet die Studie mit einer möglichen Steigerung der Transaktionsanzahl bei gleichbleibendem Gesamtwert. Der Markt wird zusätzlich geprägt sein von weiterhin hohen Preisen und viel freiem Investitionskapital seitens der Private-Equity-Gesellschaften sowie starker Nachfrage nach dieser Asset-Klasse durch Investoren.