Private Equity in Emerging Markets gewinnt an Bedeutung
Private-Equity-Investitionen in den Emerging Markets gewinnen unter institutionellen Investoren zunehmend an Bedeutung. Dies berichtet die Emerging Markets Private Equity Association (EMPEA) in einer im April veröffentlichten Befragung von Limited Partners. An der Studie nahmen 106 Investoren aus 28 Ländern teil. Von diesen planen 75 % eine Ausweitung ihrer Aktivitäten in Emerging Markets Private Equity, 27 % sogar eine deutliche Erhöhung. Eine Verringerung der Investitionen planen demgegenüber nur 8 % der Befragten. Der Anteil von Schwellenländern an der gesamten Private-Equity-Allokation hat sich von durchschnittlich 5 % im Jahr 2010 auf 11 % erhöht.
Quelle: EMPEA
Attraktiv werden vor allem die Wachstumsmöglichkeiten der Schwellenländer generell gesehen. Rund die Hälfte der Studienteilnehmer ist der Meinung, dass sich das Rendite-Risikoprofil im Vergleich zu den entwickelten Märkten in den letzten Jahren deutlich verbessert habe. Wachsende Fähigkeiten der Manager bezüglich Investments in den Emerging Markets bescheinigen 41 %.
Quelle: EMPEA
Als attraktiveste Region für Investitionen gilt Südost-Asien, und hier insbesondere China. Es folgt Südamerika mit Brasilien als aussichtsreichstem Land. Für diese Länder haben die LPs auch die größten Renditeerwartungen, welche im hohen zweistelligen Bereich liegen. Interessanterweise ist mangelnde Performance-Persistenz von Managern das größte wahrgenommene Risiko, gefolgt von der Korruption, während Makrorisiken wie Währungen und Inflation kaum als relevant wahrgenommen werden.
Das Thema Private Equity in Emerging Markets wird außerdem in der kommenden Ausgabe 3 des Absolut|report ausführlich behandelt.