Preistransparenz und Innovation im ETF-Markt
Die Unternehmensberatung EY hat die Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung des globalen ETF-Marktes aufgezeigt, der zum Ende des dritten Quartals 2014 5.463 Produkte von 225 Anbietern mit insgesamt 2,6 Billionen US-Dollar Assets under Management umfasst. In Europa ist der ETF-Markt in den vergangenen Jahren im Schnitt um 20 % gewachsen. Für die zugrundeliegende Studie wurden mehr als 60 Marktteilnehmer befragt, die zusammen 84 % der globalen Assets in diesem Segment repräsentieren. Die Befragten gehen von einer weiteren Zunahme von Anbietern und Produkten aus. Angesichts der deutlichen Ausweitung des Produkt- und Anbieterspektrums und der Knappheit an Bankfinanzierungen für die Auflegungsphase kommt dem Investoren-Engagement schon in der Seeding-Phase ein wachsendes Gewicht zu.
Quelle: EY
Abnehmenden Margen und steigendem Konkurrenzdruck begegnen die Anbieter mit Preistransparenz und Innovationen. Auch die Anzahl der Nischenstrategien steigt. In den USA sind aktive ETFs auf dem Vormarsch, während sich Enhanced-Beta-Ansätze in Europa durchsetzen. Indem Produkte auf die Wünsche institutioneller Investoren maßgeschneidert werden, kann deren Partizipationsrate in dem Segment erhöht werden. Mit der steigenden Produktkomplexität steigt für die Anbieter entsprechend die Bedeutung von Transparenz und detaillierter Anlegerinformation, auch um die regulatorischen Vorgaben zu erfüllen oder Reputationsschäden zu vermeiden.
Quelle: EY
Die geringe Verbreitung von ETFs unter Privatanlegern außerhalb der USA stellt für die Anbieter die größte Herausforderung dar, der durch Investorenaufklärung und neue Vertriebswege, etwa über Social Media, begegnet werden soll. Cross Listings europäischer Anbietern bieten die Chance, die Effizienz hinsichtlich Marketing, Regulierung und Administration zu steigern und damit die Kosten zu senken.