12.03.2018 | Märkte

Preisdruck bei deutschen Wohnimmobilien setzt sich fort

Die Deutsche Bank hat in einer Marktanalyse den Häuser- und Wohnungsmarkt deutscher Metropolen untersucht. Für 2018 wird demnach ein starker Preis- und Mietenanstieg in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart erwartet. Die Städte zeichnen sich nach wie vor durch eine langsame Dynamik bei Neubauten, sinkende Leerstandsquoten und eine hohe demographische Nachfrage aus.


Quelle: riwis, Statistisches Bundesamt, Deutsche Bank Research

Während die Wohnungspreise in den B- und C-Städten zwischen seit 2009 um insgesamt 60 % und in den D-Städten um 50 % zugelegt haben, stiegen sie in den A-Städten sogar um bis zu 80 %. Im Jahr 2017 sind die Hauspreise durchschnittlich um 6,5 % gestiegen, die Wohnungspreise verteuerten sich um über 10 %. Die Mieten stiegen um rund 7 %. Immobilienpreise und Wohnmieten haben damit einen neuen Rekordstand erreicht, halten die Autoren fest.


Quelle: riwis, Deutsche Bank Research

Aufgrund dieser Preisdynamik und der hohen Angebotsknappheit steigt nach Auffassung der Autoren das Risiko einer Blasenbildung im aktuellen Zyklus. Risiken könnten von einer starken Zinserhöhung ausgehen, die Preisrückgänge auslösen könnten. In einem solchen Szenario rechnen die Autoren für die Metropolen aber eher schwachen Auswirkungen da auch im Falle eines Zinsschocks die Knappheit am Wohnungsmarkt fortbestehen würde.


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