Struktureller Wandel der Immobilienmärkte
CBRE hat die Entwicklung des globalen Immobilienmarkts untersucht. Die Ergebnisse, der Mitte des Jahres veröffentlichten Studie, zeigen eine positive Marktentwicklung aufgrund steigender Mietpreise und Kapitalwerte. Hervorzuheben sind die USA und Europa, die nach Einschätzungen der Autoren den asiatisch-pazifischen Markt überholen werden.
Die Spitzenmieten werden, unabhängig vom Immobilientyp, um 2,2 % anwachsen. Der stärkste Anstieg wird mit 3,4 % weiterhin in den USA erwartet, dicht gefolgt vom Wirtschaftsraum Europa-Arabien-Afrika (EMEA) mit prognostizierten 3,2 %. In Asien und den Emerging Markets gehen die Autoren von einem schwächeren Wachstum aus. 
Quelle: CBRE Research
Hervorzuheben ist der Markt für Büroimmobilien in Dublin und San Jose, in dem von Mietpreisanstiegen um durchschnittlich etwa 10 % ausgegangen wird, schreiben die Autoren. Die Nachfrage nach Büroimmobilien wird insgesamt in den USA und in Europa weiter ansteigen. Allerdings wird gleichzeitig die Realisierung neuer Büroimmobilien-Projekte in den USA um ca. 25 % und in EMEA um ca. 3 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. Dementsprechend gehen die Autoren davon aus, dass die Leerstandsquoten weiter sinken werden. Die Autoren ermitteln ein Mietwachstum von 6 %.
Die Autoren gehen davon aus, dass ein Business-as-usual-Szenario auf dem Immobilienmarkt ausgeschlossen werden kann. Hauptgrund hierfür ist der prosperierende Onlinehandel, der einen starken Einfluss ausüben wird, schätzen die Autoren. Auswirkungen werden sowohl bei Einzelhandelsimmobilien als auch bei Industrieimmobilien bemerkbar machen. Während aufgrund des starken Internethandels weniger neue Einzelhandelsimmobilien entwickelt werden, besteht bei Logistikunternehmen ein wachsender Bedarf an verbrauchernahen Verteilkonzepten auf der letzten Meile. Der Bedarf an kleineren Pack-Standorten (fill-in spaces) aber auch Big-Box Spaces nimmt rasant zu.
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