Portfoliostrategien für die Senkung von Klimarisiken
Natixis hat in einem umfangreichen Marktbericht, der Mitte des Jahres veröffentlicht wurde, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Investmentstrategie untersucht. Der Fokus lag insbesondere auf Carbon Footprinting. Demnach ist ein Trend zu einer verstärkten Umsetzung klimarelevanter nationaler und übernationaler Regulierungen zu erkennen. Als ein klassisches Beispiel wird u.a. die Verabschiedung des Artikels 173 in Frankreich aufgeführt, in dem die Offenlegung von klimarelevanten Informationen für Unternehmen, Banken und institutionellen Investoren geregelt ist.
Die Autoren stellen einen proaktiven Ansatz für eine klimabezogene Portfolioanpassung vor, der aus 3 Zielsetzungen besteht. Das erste Ziel (Risk) bezieht sich auf die Reduzierung der Portfoliorisiken, indem die Assets auf ihr Climate Risk und Carbon Exposure untersucht und gemanagt werden. Für das zweite Ziel (Impact) muss der CO2-Fußabdruck der Assets ermittelt und verkleinert werden. Dadurch ist eine Verringerung der negativen Wirkung auf den Klimawandel möglich. Dieser positive Impact wird durch das dritte Ziel (Contribution), der Reallokation in erneuerbare Energie, ergänzt.
Anschließend wird die Umsetzung der Ziele mit dem Fokus auf Carbon Footprinting vorgestellt. Hier zeigen die Autoren verschiedene Strategien in Verbindung der drei genannten Ziele. Beispielsweise ist es möglich, dass Investoren über Engagement-Aktivitäten einen positiven Einfluss auf Unternehmen mit hohen CO2-Emissionen ausüben. Mit dieser Strategie könnten die ersten beiden Ziele, Risikominimierung und Verringerung des CO2-Fußabdrucks, verfolgt werden. Die Autoren stellen außerdem die Dienstleistungsunternehmen, die die Informations- und Datengrundlage für ein Carbon Footprinting liefern, ausführlich vor. Die Dienstleister werden nach ihrem Angebot und der angewandten Methodik miteinander verglichen. Hier wird u.a. auch aufgelistet, welche Asset Klassen bei jedem Unternehmen abgedeckt sind und welche spezifischen Methoden für die CO2-Berechnungen (Scope 1, Scope 2, Scope 3) angewendet werden.
Nach Einschätzung der Autoren eignet sich die Berechnung des CO2-Fußabdrucks eines Portfolios in erster Linie für Divestments und die Dekarbonisierung der Assets. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Daten für die Berechnung der CO2-Emissionen deutliche Schwächen aufweisen. Somit ist, nach Angaben der Autoren, der CO2-Fußabdruck nicht als einziger Bestandteil für eine klimarobuste Portfoliostrategie geeignet und sollte mit weiteren Indikatoren ergänzt werden. Eine stärker zukunftsorientierte Strategie umfasst dabei unter anderem Stranded Assets, 2°C Komptabilität sowie das Exposure zu physischen Risiken. Für einen qualitativen Ansatz kann eine Klimastrategie oder ein Klimarisiken-Management umgesetzt werden. 
Quelle: Natixis
Das Spektrum nachhaltiger Investments deckt die im Mai 2016 neu aufgelegte Fachpublikation Absolut|impact ab, mit Beiträgen zu Performanceauswirkungen, rechtlichem Umfeld, Benchmarking oder Divesting. Der Absolut|impact wird als Plattform für alle Fragen zum Thema Nachhaltigkeit im institutionellen Asset Management fungieren und wird herausarbeiten, wie institutionelle Investoren eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und die Gesellschaft als Ganzes kombiniert möglich machen können.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.