Portfoliostabilität mit Hochzinsanleihen erhöhen
Mit ihrer festen Laufzeit und dem fixen Zinscoupon weisen Hochzinsanleihen grundsätzlich ähnliche Charakteristika wie Investment-Grade-Anleihen auf, so dass viele Investoren sie nutzen, um das Risiko ihres Anleihenportfolios zu steuern. Eine Untersuchung von AB AllianceBernstein zeigt jedoch, dass die Wertentwicklung eher der von Aktien entspricht: Während die Korrelation mit US-Staatsanleihen über die vergangenen Jahre mit 0,14 nur schwach positiv ist, beträgt die Korrelation zum weltweiten Aktienmarkt 0,60. Grund hierfür ist einerseits, dass High Yield Bonds wie auch Aktien stark von den Entwicklungen der jeweiligen Unternehmen abhängen, andererseits ist die Zinssensitivität geringer als bei qualitativ erstklassigen Anleihen.
Quelle: AB AllianceBernstein
Über die letzten 30 Jahre war die Rendite des Hochzinssegments mit 9,5 % etwa auf dem Niveau der weltweiten Aktienmärkte (10,9 %), allerdings bei einer nur gut halb so hohen Volatilität von 8,6 %. Diese Eigenschaften, die Hochzinsanleihen eher zu einem Teil des Aktienportfolios machen, ermöglichen es Anlegern, das Risiko ihres Gesamtportfolios zu verringern, ohne dafür ihre Renditeziele signifikant reduzieren zu müssen. Ein hälftig auf Aktien und High Yield Bonds aufgeteiltes Portfolio hätte seit 1983 gegenüber einem reinen Aktienportfolio bei nur marginal geringerer Rendite eine um 30 % niedrigere Volatilität verzeichnet.
Quelle: AB AllianceBernstein
Die Zinssensitivität der Hochzinsanleihen ist zwar weniger hoch als die von Investment-Grade-Anleihen, doch ist sie im Zeitverlauf nicht konstant, sondern hängt von der Höhe der Kreditspreads ab. Je niedriger die Spreads, desto höher die Sensitivität. Angesichts der derzeit historisch niedrigen Spreads besteht durchaus die Möglichkeit, dass in einem Umfeld steigender Zinsen bzw. starken Wirtschaftswachstums Hochzinsanleihen deutlicher an Wert verlieren, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Bei einem durchschnittlichen Wachstum, wie es in den letzten Jahren zu beobachten war, steigt jedoch die Attraktivität der High Yield Bonds weiter, insbesondere für langfristig orientierte Investoren. Dabei sollten Anleger sich nicht auf den US-Markt fokussieren, sondern sich global unter Einbeziehung der Emerging Markets positionieren, schreiben die Autoren.