14.08.2014 | Studie

ESG-Kriterien als Teil der Private-Equity-Wertschöpfung

In einer gemeinsamen Studie haben die INSEAD Business School und die Global Private Equity Initiative elf Private-Equity-General-Partner auf ihre ESG-Konzepte hin untersucht. Hierzu wurden detaillierte Interviews geführt. Die gesetzten Schwerpunkte unterscheiden sich demnach erheblich. Einige General Partner legen den Fokus eher auf ökologische Aspekte, während andere soziale oder Governance-Kriterien stärker in den Mittelpunkt stellen. Ebenso existieren große Unterschiede in der Art der Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien. Dennoch wurden in der Studie auch einige Gemeinsamkeiten gefunden, die nach Ansicht der befragten Unternehmen zentral für die erfolgreiche Implementierung eines ESG-Rahmenwerkes für Anlagen in Private Equity sind. Hierzu gehört zunächst, dass ESG nicht als Marketing-Projekt verstanden wird, sondern dass es sich hierbei um einen zentralen Kernpunkt des Investment-Prozesses handelt.


Quelle: Insead Busieness School / Global Private Equity Initiative

Hierzu ist deutliche Rückendeckung des höheren Managements erforderlich. Es sollte klar herausgestellt werden, dass es bei ESG nicht um eine Aufgabe des Risikomanagements handelt, sondern dies direkt die Wertschöpfung betrifft. Damit ist es wichtig, die ESG-Prozesse direkt bei den Investment-Teams anzusiedeln. Dies steigert die Akzeptanz, wobei darauf geachtet werden muss, dass das ESG-Rahmenwerk in die bestehenden Prozesse integriert wird und somit nicht als ein signifikanter Mehraufwand für die operative Ebene wahrgenommen wird.


Quelle: Insead Busieness School / Global Private Equity Initiative

Hilfreich ist es, wenn bestehende Best-Practice-Konzepte anderer Anbieter übernommen werden, anstatt vollkommen neue eigene Ansätze zu entwickeln - oftmals bestehen bereits Erfahrungen, die genutzt werden können. Unabhängig davon ist das ESG-Rahmenwerk kein statisches Konzept, sondern ein dynamisches, das stetig an neue Entwicklungen angepasst werden muss. Sowohl Erfordernisse seitens der Portfoliounternehmen als auch industrieweite Trends können den Anstoß zu neuen Entwicklungen geben.

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