02.09.2019 | Research

Portfoliokonstruktion mit CO2-Divestments

Durch die zunehmende Fokussierung der Politik auf Maßnahmen zur Vermeidung des Klimawandels werden CO2-Steuern und Emissionshandelssysteme wahrscheinlicher, welche vor allem Unternehmen mit geringer Preissetzungsmacht und hohen CO2-Emissionen treffen würden. Ein Team vom Imperial College London und Impax Asset Management hat in einem Researchpaper ein Modell entwickelt, welches die Auswirkungen von CO2-Bepreisung auf Unternehmen ermittelt, die fossile Energieträger fördern oder verarbeiten. Dies wird genutzt, um über eine bayessche Portfoliokonstruktion ein sog. Smart Carbon Portfolio zu erzeugen.


Quelle: Benedetti, Biffis, Chatzimichalakis, Fedele, Simm (2019)

Dieses Modell wird anhand des MSCI World Index getestet. Es wird unterschieden, ob Divestments gecapt sind oder nicht und ob die Reallokation einfach in den anderen Titeln des Investment-Universums erfolgt oder ob stattdessen gezielt in erneuerbare Energien (EE) investiert wird. Alternativ wird untersucht, welche Auswirkungen eine optimale Reallokation innerhalb der CO2-intensiven Unternehmen (E&P) hat. Indem die Gewichtung von CO2-intensiven Unternehmen im Portfolio reduziert wird, kann auch das Risiko des Portfolios reduziert werden. Bezüglich der Portfolioeffizienz hat es keine erheblichen Auswirkungen, ob stattdessen die anderen Unternehmen des Investment-Universums stärker gewichtet werden oder ob eine explizite Fokussierung auf erneuerbare Energien erfolgt. Die entstehenden Kosten werden als vernachlässigbar gering angesehen.


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