Ansätze für Investments in Non-Investment-Grade-Credit
Seit 2013 haben Versicherungen in den USA ihre Non-Investment Grade Exposures von 230 auf 300 Mrd. US-Dollar gesteigert, vielfach durch Investments in Loans und CLOs. Neuberger Berman unterscheidet dabei in einer kurzen Analyse separate Portfolios für jede einzelne Sub-Asset-Klasse von einem sogenannten Plattform-Ansatz, bei dem der gesamte Non-Investment-Grade-Bereich betrachtet wird. Die Autoren favorisieren den letzteren Ansatz. Ähnlich wie Emittenten sollen auch Investoren verschiedene Bereich des Sub-Investment-Grade-Credit-Bereiches als austauschbar betrachten, um das optimale Portfolio zusammenzustellen. Anschaulich wird die Frage aufgeworfen, aus welchem Grund Investoren eine mit B geratete nicht besicherte Anleihe erwerben sollten, wenn ein sichererer Ertrag durch CLO Mezzanine Debt mit BB Rating erzielt werden kann. Die Abwägung von Risiko und Rendite fußt nicht nur auf Asset-Klassen und Regionen, sondern ebenso auf dem Management des Exposures über die Kapitalstruktur von Unternehmen hinweg. So stehen Investoren weitaus mehr Möglichkeiten und Opportunitäten zur Portfoliokonstruktion zur Verfügung.

Quelle: Neuberger Berman
Anhand dreier Beispielportfolios zeigen die Autoren dass sich Portfolios so leichter an die Anforderungen des Investors bezüglich Rendite, Duration und Kreditqualität anpassen lassen, ohne andere Portfoliocharakteristika zu verändern. Mit der höheren Flexibilität des Plattform-Ansatzes muss allerdings auch die Performance-Messung angepasst werden, die nicht mehr klassisch anhand fester Benchmarks erfolgen kann. Statt dem Tracking Error sollten sich Anleger auf das eigene Risikorpofil und die Credit-Fundamentaldaten fokussieren.

Quelle: Neuberger Berman
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