04.11.2008 | Survey

Performancebericht Schweizer Vorsorgeeinrichtungen zeigt Auswirkungen der Krise

Lusenti Partners LLC, ein Schweizer Investment Advisor, veröffentlichte Anfang Oktober die halbjährlich durchgeführten "Swiss Institutional Survey". Es handelt sich hierbei um eine Online-Umfrage bei Schweizer Vorsorgeeinrichtungen. Befragt wurden 152 institutionelle Anleger zu Performance und der Asset Allocation ihrer Investments im ersten Halbjahr 2008.
Ein positives Ergebnis konnten nur vier der 152 Institutionen erzielen. Besonders stark in die negative Richtung zogen dabei ausländische Aktien mit einer Performance von -17,5%. Private Equity und Hedgefonds konnten mit -4,6% bzw. -2,7% ihre Verluste in Grenzen halten. Eine positive Entwicklung ließ sich nur bei indirekten und direkten Immobilien-Investments in der Schweiz ( 3,1% und 2,5 %) und bei Rohstoffen (13,6%) verzeichnen.



Quelle: Lusenti Partners

Allerdings konnten die Rohstoffe im dritten Quartal diese positive Veränderung nicht mehr beibehalten und rutschten in den Minusbereich. Bedingt durch die anhaltende Baisse am Aktienmarkt wurden auch Hedgefonds weiter beeinträchtigt.

 

Quelle: Lusenti Partners


Die taktische Übergewichtung der flüssigen Mittel hält im ersten Halbjahr weiter an. Eine Untergewichtung von CHF-Obligationen konnte nicht mehr festgestellt werden, jedoch bei ausländischen Aktien. Das Gewicht alternativer Anlagen, also Hedgefonds, Private Equity und Rohstoffe, stieg weiter an und erreichte fast 7% des Gesamtvolumens. Die Umfrage weißt darauf hin, dass die Schweizer Vorsorgeeinrichtungen ihrem Standpunkt als langfristig ausgerichtete Anleger treu bleiben und Aktionismus in den meisten Fallen vermeiden. Somit werden wohl massive Aufstockungen an flüssigen Mitteln oder Reduktionen in risikoreichen Anlagen vermieden werden.

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