18.02.2009 | Schweiz

Pensionskassen stabil durch die Finanzkrise

Die Vorsorgewerke der Schweiz zeigten trotz der Finanzkrise eine stabile Entwicklung ihrer Portfolios und Deckungsgrade in 2008. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Schweizer Pensionskassenverbandes ASIP hervor. Zum Jahresende 2008 betrug der durchschnittliche Deckungsgrad der Pensionskassen 96,5%. Bei über 40% der Kassen liegt der Deckungsgrad sogar über 100%. Allerdings sind die gebildeten Wertschwankungsreserven aus den Jahren 2003 bis 2006 durch die Finanzkrise weitgehend aufgebraucht. Die Folgen könnten eine Nullverzinsung für 2009 oder das Erheben von Sanierungsbeiträgen bei den Arbeitgebern und Versicherten sein. Die Angaben beruhen auf den Daten von 362 Vorsorgeeinrichtungen mit einem verwalteten Vermögen von 318 Mrd. Schweizer Franken.

Die Finanzkrise zeigte sich auch in der Entwicklung des Schweizer Pensionskassen-Index. Der von Credit Suisse berechnete Index verlor im 4. Quartal 2008 6,8% und notiert damit bei 109,76 Punkten.

 

Dies ist der größte relative Quartalsverlust seit dem Indexstart im Jahr 2000. Bei der Asset Allocation wurden im Durchschnitt die krisenfesten Anlageklassen Liquidität (+1,09%), Immobilien (+0,67%), Hypotheken (+0,38%) und Obligationen in Schweizer Franken (+1,08%), erhöht. Aufgrund von Wertverlusten und Gewichtungsänderungen sank der Anteil an Aktien in den Portfolios um 2,73%, der alternativer Anlagen um 0,35%.

 

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