Asset Manager zur wirtschaftlichen Entwicklung
Das Beratungsunternehmen Watson Wyatt veröffentlichte im Januar eine Studie zu den Erwartungen über die wirtschaftliche Entwicklung in 2009. 104 Investment Manager nahmen an der Studie teil und gaben ihre Einschätzung zur Entwicklung der Kapitalmärkte und makroökonomischer Faktoren sowie zu Investmentstrategien und regulatorischen Rahmenbedingungen ab.
Die befragten Manager erwarten demnach an den Kapitalmärkten eine Erholung bis Ende 2009, wobei die Erholungsperiode bis 2012 andauern werde. Der Einfluss von Hedgefonds und Investmentbanken wird als rückläufig eingestuft, während für Sovereign Wealth Funds und Pensionsfonds ein steigender Einfluss prognostiziert wird. Die bedeutendsten Herausforderungen in diesem Jahr seien die Themen Finanzmarktstabilität, Inflation und globale ökonomische Ungleichgewichte.
Quelle: Watson Wyatt 2009 Global Survey of Investment and Economic Expectations
Beim Asset Management erwarten 65% der Manager von ihren institutionellen Klienten eine konservativere Anlagestrategie. Adäquates Risikomanagement, Diversifikation und wertsteigernde aktive Strategien werden in Zukunft die wichtigsten Qualitätsmerkmale und Leitlinien sein. Uneinigkeit herrscht bei den Befragten über die Portfolioanteile von Alternative Investments. Während 28% ein größeres Exposure erwarten, gehen 30% von einer Reduktion und 42% von einer gleichbleibenden Allokation aus. Mit 58% gehen über die Hälfte der Studienteilnehmer davon aus, dass der Appetit nach Alphaquellen steigen wird, während gleichzeitig 47% ein verstärktes Bedürfnis nach Absolute-Return-Lösungen bei institutionellen Anlegern sehen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass Attribute einer effektiven Risikokontrolle, d. h. quantitatives und operationelles Management, Diversifikation, Liability Management und Vermeidung großer Drawdowns, die aktuellsten und wichtigsten Themen für die Investment Manager darstellen.
Quelle: Watson Wyatt 2009 Global Survey of Investment and Economic Expectations