Pensionsfonds setzen auf Alternatives
Die Ende 2014 veröffentlichte Analyse der OECD zum Anlageverhalten großer Pensionsfonds (LPF) und öffentlicher Pensionssicherungsfonds (PPRF) zeigt für das Jahr ein verwaltetes Vermögen von 10,4 Billionen US-Dollar. 3,9 Billionen US-Dollar entfallen auf die LPFs, von denen die meisten mittlerweile das Vorkrisenniveau übertroffen haben. Die Assets der größten Pensionsfonds, von denen die OECD Daten erhalten hat, stiegen allein im vergangenen Jahr um knapp 10 %. Bei den öffentlichen Pensionssicherungsfonds wuchs das verwaltete Vermögen durch steigende Asset-Preise und Neuzuflüsse um 7,1 %. Dennoch zeigt die Studie, dass die Wachstumspotentiale weiterhin hoch sind, vor allem in den Emerging Markets, deren Finanzmärkte noch weitgehend bankbasiert sind.
Quelle: OECD
Die Asset-Allokation bei LPFs und PPRFs war im Jahr 2014 sehr ähnlich: Gut die Hälfte der Assets entfielen auf den Bereich Fixed Income, rund ein weiteres Drittel auf Aktien. Den Rest machten Alternatives aus, deren Wachstum den deutlichsten Trend darstellte. Fast alle öffentlichen Pensionssicherungsfonds erhöhten den Anteil der Alternatives, um durchschnittlich 4,2 Prozentpunkte seit 2010. Einige große Pensionsfonds legen bereits schwerpunktmässig in Alternatives an: Beim türkischen OYAK und dem kanadischen EMERS beträgt der Anteil 40,3 % bzw. 42,7 %. Insgesamt haben 18 Fonds einen Anteil von mehr als 20 % alternative Anlagen ausgewiesen.
Quelle: OECD
Infrastrukturinvestments weisen lediglich eine stabile Entwicklung auf, was daraufhin deutet, dass unverändert hohen Barríeren für Investoren in diesem Segment bestehen. Insgesamt haben die Fonds 80 Mrd. US-Dollar in Infrastruktur investiert - sowohl über Eigen- als auch Fremdkapital. Direkte Equity Investments stellen nach wie vor die üblichsten Infrastrukturanlagen dar.