Infrastrukturinvestments als Asset-Klasse für institutionelle Investoren
Das Schweizer Beratungsunternehmen PPCmetrics erläutert in einem aktuellen Forschungspapier die verschiedenen Formen von Infrastrukturinvestments und geht auf Fragen bei der Umsetzung für institutionelle Investoren ein. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Infrastrukturinvestments unterscheiden, Greenfield und Brownfield Investments. Ersteres umfasst neue Projekte, während Letzteres die Betreibung bereits bestehender Anlagen beschreibt. Durch Konstruktionsrisiken und die lange Anlaufzeit bis zur ersten Ertragsgenerierung stellen Greenfield Investments die riskantere Anlageform dar. 
Quelle: PPCmetrics
Für institutionelle Investoren gibt es in Abhängigkeit von Anlagehorizont bzw. Liquiditätsrisiken und Kapitalbedarf sowie politischen und regulatorischen Risiken verschiedene Investitionsmöglichkeiten. Hierzu zählen nicht notierte Direktinvestitionen in bestimmte Projekte, die als Eigen- oder Fremdkapital erfolgen können und üblicherweise lange Laufzeiten aufweisen. Alternativ kann über börsengehandelte Aktien oder Anleihen investiert werden, was einerseits die Liquiditätsrisiken verringert und andererseits Potential für höhere Diversifikation eröffnet. Problematisch ist in diesem Zusammenhang jedoch die geringe Anzahl börsennotierter reiner Infrastrukturunternehmen. Ebenfalls werden börsennotierte Fonds angeboten. Für institutionelle Investoren stellen nicht kotierte Fonds, die ähnlich wie Private Equity organisiert sind, die typischste Anlageform dar. Diese Produkte investieren mit einem Anlagehorizont von 10 bis 15 Jahren direkt in Infrastrukturunternehmen. 
Quelle: PPCmetrics
Institutionelle Anleger sollten sich vor einem Investment über die Illiquidität dieser Asset-Klasse im Klaren sein, welche spätere Rebalancings erschwert. Zudem sollte das Portfolio ausreichend diversifiziert sein. Bei nicht kotierten Fonds muss berücksichtigt werden, dass nicht das gesamte Kapital unmittelbar investiert wird, sondern üblicherweise in Abhängigkeit von der Projektentwicklung einzelne Tranchen abgerufen werden. Weitere Aspekte stellen die Auswahl des Managers sowie die Performancemessung dar. Wegen der starken Heterogenität der verschiedenen Anlageformen und limitierter Daten sind die Rendite- und Risikoeigenschaften nur schwer messbar. Wird die Analyse auf börsennotierte Unternehmen der Branche beschränkt, ergibt sich im Zeitverlauf gegenüber klassischen Investments eine deutliche Outperformance, die vor allem im defensiven Charakter der Infrastrukturaktien begründet liegt.