13.07.2016 | Studie

Pensionseinrichtungen planen Ausweitung alternativer Investments

State Street hat einer aktuellen Studie 400 Pensionsfondsmanager weltweit zu den Herausforderungen durch das Niedrigzinsniveau, den demographischen Wandel, hohe Volatilitäten sowie Finanzierungsschwierigkeiten befragt.
Als Grundlage für die Erzielung hinreichender Erträge wird vor allem eine solide Governance-Struktur gesehen. Allein im laufenden Jahr planen 92 % der Befragten Anpassungen in diesem Bereich, etwa durch bessere Schulung der Board-Mitglieder oder häufigeres Reporting. Auch bei der Anlagepolitik sind Änderungen erforderlich, da Bond- und Aktieninvestments alleine nicht ausreichend sind, um die Renditeanforderungen zu erfüllen. Über die kommenden drei Jahre beabsichtigen daher mehr als die Hälfte der Befragten, ihr Dachhedgefonds-Exposure auszuweiten. Auch in anderen Segmenten, etwa Immobilien (50 %), Private Equity (46 %) oder Infrastruktur (41 %), wird von höheren Engagements ausgegangen. Ein weiterer Aspekt ist die wachsende Bedeutung nachhaltiger Investments. Einhergehend mit der stärkeren Diversifikation über zusätzliche Asset-Klassen steigt der Bedarf an Spezialisten - nicht nur im Investment-Bereich, sondern auch für Risikomanagement und Datenanalyse. Fast die Hälfte der Pensionsfonds wird in den kommenden drei Jahren die Inhouse-Kapazitäten ihrer Investment- und Risikoteams erweitern. Die Nutzung externer Berater wird hingegen mehrheitlich zurückgefahren.


Quelle: State Street

Auf der Risikoseite lassen sich zwei unterschiedliche Ansätze beobachten. Während 45 % der Befragten ihr Risiko verringern möchten, verfolgen 36 % eine riskantere Anlagestrategie mit dem Ziel, höhere Erträge zu generieren. Dabei werden die Instrumente des Risikomanagement mehrheitlich nicht als sonderlich effektiv angesehen. Weniger als die Hälfte der befragten Pensionseinrichtungen ist Überzeugt, die mit alternativen Investments verbunden Risiken zu durchschauen. Gerade hier steigt der Bedarf an Experten, die über das notwendige Fachwissen verfügen. Gleichzeitig steigt der Kostendruck in der Branche. Hiervon sind insbesondere die Anbieter von Defined-Contribution-Plänen betroffen. Die Industrie reagiert darauf mit der Ausweitung von Kooperationen, etwa durch Asset Pooling.


Quelle. State Street

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