Pariser Klimaschutzzusagen unzureichend für 2°C-Ziel
Kurz vor Ende der Klimakonferenz in Marrakesch hat die Internationale Energieagentur (IEA) den „World Energy Outlook 2016“ veröffentlicht. In dem Bericht werden unter Einbezug der Pariser Klimaschutzzusagen Entwicklungsstand und –potenziale des 2°C-Ziels analysiert. Das Pariser Klimaabkommen kann als ein zentraler Schritt in Richtung Klimaschutz gewertet werden, auch wenn die dort vereinbarten Ziele noch wesentlich höher gesteckt werden müssen. Durch die bisherigen internationalen Eigenverpflichtungen würden die CO2-Emmissionen nur insoweit gesenkt, dass bis zum Jahr 2100 von einer Steigerung der globalen Durchschnittstemperatur um 2,7°C ausgegangen werden muss.
Der Energiebedarf wird bis 2040 weiter ansteigen. Hier kann ein zusätzlicher globaler Bedarf von 30 % veranschlagt werden. Während die Nachfrage nach Kohle sinkt, steigt sie aber vor allem bei erneuerbaren Energieträgern, aber auch bei Öl und Gas. 
Quelle: IEA
Ein wesentlicher Einflussfaktor ist die effiziente Energienutzung. Allein der Industriesektor benötigt hierfür Investitionen in Höhe von 300 Mrd. USD, um den globalen Strombedarf um 5 % zu senken. Dadurch könnten 450 Mrd. USD, die für die Stromerzeugung benötigt würden, gespart werden.
2015 wurden 1,8 Bill. USD in den Energiesektor investiert. Davon flossen 220 Mrd. USD in Energie-Effizienz. Investments in fossile Energieträger fielen um 20 % und für das Jahr 2016 kann mit einem weiteren Rückgang gerechnet werden. Je nach Szenario wird ein zukünftiges Investitionsvolumen in den Erneuerbare-Energien-Sektor zwischen 245 und 503 Mrd. USD p.a. erreicht. 
Quelle: IEA
Soll das 2°C-Ziel realisiert werden, liegt es auch an gesetzlichen Richtlinien die Umsetzung kohlenstoffarmer Technologien und Energieeffizienz in allen Sektoren voranzubringen. Innerhalb der nächsten Jahre müssten die CO2-Emmissionen bereits ihren Höchststand erreichen, damit die Weltwirtschaft bis zum Jahr 2100 CO2-neutral wird und sich die Erderwärmung auf 2°C begrenzt.
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