Outperformance durch qualitativ hochwertige Low-Risk-Aktien
Indizes, die nach Marktkapitalisierung gewichtet werden, berücksichtigen hochkapitalisierte und hoch bewertete Titel gegenüber günstigeren Papieren tendenziell zu stark. Damit verringert sich die Effizienz dieser Indizes. In einem aktuellen Forschungspapier kombinieren die Autoren von Candriam daher einen Low-Risk- mit einem Quality-Ansatz, um das Marktrisiko bei gleich hohen Renditen zu reduzieren. Dies basiert auf der Beobachtung, dass Aktien mit geringerem Risiko - im Widerspruch zur klassischen Portfoliotheorie - über längere Zeiträume eine Outperformance erzielen.
Quelle: Candriam
Grund hierfür ist einerseits die Übergewichtung riskanterer Aktien durch Asset Manager, die ihre Benchmark durch ein höheres Beta outperformen möchten. Andererseits können andere Investoren, deren Möglichkeiten zur Leverage beschränkt sind, diese Titel als "Ersatz" für die nicht mögliche Leverage übergewichten. Die zweite Strategie, der Quality-Ansatz, ergänzt eine vorwärts gerichtete fundamentale Dimension in den Investment-Prozess. Dabei zeigt sich die hohe Qualität von Aktien anhand dreier Kriterien, nämlich der Profitabilität, der Höhe der Cash Flows und der Verschuldung.
Quelle: Candriam
Das kombinierte Portfolio weist bei höherer Rendite eine geringere Volatilität auf. Auch andere Risikomaße, wie der Conditional Value at Risk oder der Maximum Drawdown sind geringer als bei Portfolios, die nach Marktkapitalisierung gewichtet sind. Es fällt zudem auf, dass die Kombination aus Low Risk und Quality risikoadjustiert besser performt als beide Komponenten für sich allein.