15.09.2014 | Märkte

Bedeutung heutiger Schwellenländer im Jahr 2030

Basierend auf der Fortschreibung bekannter Trends hat die Credit Suisse in einer aktuellen Studie die langfristige Entwicklung der globalen Kapitalmärkte mit besonderem Schwerpunkt auf die Emerging Markets (EM) untersucht. Aktuell steuern Schwellenländer knapp 40 Prozent zu der Weltproduktion bei. Auf Basis von Kaufkraftparitäten sind es sogar 51 Prozent. Der Anteil an der weltweiten Aktienmarktkapitalisierung beträgt dagegen nur rund 22 Prozent, bei Anleihemärkten sogar nur rund 14 Prozent.


Quelle: Credit Suisse

Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Lücke nach Ansicht der Credit Suisse verringern. So schätzt die Studie, dass die globale Marktkapitalisierung von aktuell 62 Billionen US-Dollar auf 284 Billionen ansteigen wird. Rund 44 % des Anstieges wird auf die Entwicklungsländer zurückzuführen sein, deren Anteil am Aktienmarkt damit auf knapp 40 % steigen wird. Zwei Drittel davon entfallen auf die BRIC-Staaten, allen voran China. Derzeit ist der Rohstoff- und Energiesektor in den Schwellenländern deutlich überrepräsentiert. Langfristig dürfte diese Übergewichtung zwar bestehen bleiben, sich jedoch zu Gunsten bislang unterrepräsentierter Branchen abschwächen.


Quelle: Credit Suisse

Bei Unternehmensanleihen, deren Volumen aktuell weltweit bei 49 Billionen US-Dollar liegt, wird bis 2030 von einem Wachstum auf insgesamt 147 Billionen US-Dollar ausgegangen. Der Anteil der Schwellenländer dürfte dadurch auf rund 36 % ansteigen. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch bei den Staatsanleihen ab, deren Volumen sich insgesamt auf 83,5 Billionen US-Dollar verdoppeln dürfte, wobei der Anteil der Schwellenländer von 14 % auf 27 % steigt.

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