Offene Immobilienfonds optimal für Diversifikation
Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) veröffentlichte im dritten Quartal 2008 eine Studie zur Optimierung von Portfolios unter Beimischung von offenen Immobilienfonds (OIFs). Aufgrund der geringen Korrelation offener Immobilienfonds vor allem mit Aktien eignen sich diese gut zur Portfoliooptimierung mit Rendite-Risiko-Gesichtspunkten.
Verglichen wurden die Modell-Portfolios eines Privatinvestors mit geringer und mit höherer Risikoneigung sowie eines institutionellen Investors. Das optimale Portfolio für diese drei Investorengruppen wurde mit einer Portfoliooptimierung nach Markowitz einmal ausschließlich mit Investments in Aktien, den Geldmarkt, Alternative Investments und Anleihen berechnet und zum anderen unter Beimischung von OIFs in das Portfolio. Um ein auch für Anleger zugängliches Portfolio berechnen zu können, griffen die Autoren nur auf OIFs zurück die für alle Investoren zugänglich sind.
Für institutionelle Investoren hebt der BVI die wichtige Rolle von OIF hervor und zeigt, dass bis zu einer Zielrendite von 6,9% die Quote voll ausgeschöpft wird. Die Analyse ergab zudem, dass beispielsweise der wenig risikobereite Anleger bei gleicher Rendite sein Risiko um 21%, bei einer jährlichen Standardabweichung des Portfolios von 2,71% auf 2,13% senken kann. Der Investor mit höherer Risikoneigung konnte sein Risiko sogar um 32% von 4,27% auf 2,9% verringern.