13.07.2010 | Research

OECD findet keine Preiseinflüsse von Investoren auf Rohstoffmärkten

Die vor der Finanzkrise hohen Ölpreise und die Agrarkrise Mitte 2009 haben zu einer intensiven Diskussion über den Einfluss von Investoren und Spekulanten auf die Preise von Rohstoffen geführt (siehe auch Absolut|report-News "<link news detail external-link-new-window external link in new>Rohstoffindex-Investments und ihr Einfluss auf Futures-Preise" und "<link news detail external-link-new-window external link in new>Einfluss von Spekulation auf den Rohölpreis"). Ein aktuelles Working Paper der OECD, das in den Gesamtreport der OECD zur Untersuchung der Spekulation an den Finanzmärkten eingebettet ist, findet keine Hinweise auf Preisbewegungen, die auf Investoren oder Spekulanten zurückzuführen seien. Die Signifikanz des verwendeten Modelltests ist im Agrarsektor am höchsten.


Quelle: OECD

Die Autoren verwenden für die Kausalitätsanalyse, die den potentiellen Einfluss von Investoren und Spekulanten auf Rohstoffpreise feststellen soll, Granger-Kausalitäts-Tests. Als Datenbasis werden Zeitreihen der U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sowie der Commodity Index Trader (CIT) und der Disaggregated Commitments of Traders (DCOT) verwendet. Es ist weder Einfluss von Investoren, noch von Spekulanten auf die Futures-Preise feststellbar. Positionen von Investoren führen zu einer Reduktion der Volatilität, entgegen dem Argument, Investoren würden das Verschieben großer Exposures die Marktvolatilität erhöhen. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass aufgrund der grundsätzlich hohen Volatilität in den Futures-Märkten die Datenreihen verzerrt sein könnten und empfehlen weitere multivariate Tests.




Quelle: OECD

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