03.03.2014 | Research

Norwegischer Pensionsfonds vergleicht Indexanbieter

In einem Diskussionspapier von Ende Januar hat der Norwegische Pensionsfonds die Indexkonstruktion bei FTSE und MSCI verglichen, und die impliziten Auswirkungen auf die Performance untersucht. Betrachtet wurden jeweils die globalen Dachindizes, FTSE GEIS und MSCI GIMI. Beide Indexanbieter verwenden unterschiedliche regelbasierte Auswahlmethoden und wenden auf die Vorauswahl eine Reihe von Filtern an, wie Marktkapitalisierung oder Anzahl des Free-Floats mit dem Ziel, ein investierbares Universum im Index abzubilden. MSCI strebt eine Marktabdeckung von 99 % an, FTSE 98 %, mit der Folge, dass der Small-Cap-Anteil bei MSCI etwas höher ist. Ebenfalls bestehen Unterschiede in der Abgrenzung der Cap-Segmente, sodass sich bei MSCI definitorisch ein größeres Mid-Cap-Segment ergibt als bei FTSE.


Quelle: NBIM

Beide Indexanbieter bilden Industrie- und Schwellenländer ab, schließen jedoch Frontier Markets aus. Der größte Unterschied besteht demnach in der Kategorisierung Südkoreas, was von MSCI als Schwellenland und von FTSE als Industrienation eingeordnet wird. Historisch überlappten sich beide Universen dennoch zu 94 %. In den letzten Jahren stieg die Konvergenz weiter und liegt nun bei rund 96 %.


Quelle: NBIM

So unterscheidet sich der Untersuchung zufolge auch die Performance beider Dachindizes nur minimal. In den letzten zehn Jahren kommt FTSE auf eine etwas bessere Performance als MSCI, allerdings sind die Differenzen in der jüngsten Vergangenheit immer kleiner geworden. Auffällig ist, dass sogenannte "Orphan Stocks" eine deutliche Outperformance zum breiten Index zeigen. Also Aktien, die keinem Index angehören, weil beispielsweise die Zuordnung zu einem Markt oder Land nicht eindeutig möglich ist.

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