Regulatorische Risiken behindern Investitionen in Energiewende
Institutionelle Investoren legen immer häufiger in erneuerbare Energieprojekte an, stellt Bloomberg New Energy Finance (BNEF) in einem White Paper fest, das Ende letzten Jahres erschienen ist. Nie floss mehr institutionell verwaltetes Kapital in den europäischen Sektor als 2013. Verglichen mit den Gesamtinvestitionen auf EU-Ebene bleibt ihr Anteil aber gering und weiter ausbaufähig, schreiben die Autoren. Größte Barriere sei demnach die regulatorische Unsicherheit. In einer Reihe von Ländern sind Investitionen in erneuerbare Infrastrukturprojekte für Pensionsfonds nicht erlaubt. Darüber hinaus ist die Behandlung unter Solvency II weiterhin unklar.
Quelle: BNEF
Das verfügbare Angebot an Beteiligungswegen stellt dagegen kaum eine Hürde dar, zeigt eine Umfrage unter Investoren, Projektentwicklern, Regulierern und Asset Managern. Regulierung ist demnach die entscheidende Stellschraube, um institutionelles Kapital in den Sektor zu leiten. Die große Mehrheit der Befragten ist der Auffassung, dass es institutionellen Investoren erleichtert werden muss, Infrastrukturinvestments und die eigenen Verbindlichkeiten aufeinander abzustimmen.
Quelle: BNEF
Ebenfalls bestehen eine Reihe von praktischen Hürden. Für große Anleger, die über entsprechendes Know-How verfügen, sind viele Clean-Energy-Projekte für ein Investment schlicht zu klein. Kleinen Anlegern dagegen fehlen oftmals Wissen und Ressourcen, um zu investieren. Sie legen, wenn überhaupt, lieber in weniger riskante Infrastrukturprojekte abseits der erneuerbaren Energiethematik an. Wachstumspotenzial sieht der Report in Co-Investments kleinerer Anleger mit Geschäfts- oder Entwicklungsbanken.