Neuer Vorschlag zur Selbstverpflichtung für Hedgefonds
Der Vorsitzende des Ausschusses für Bankenaufsicht des Europäischen
Systems der Zentralbanken (ESZB), Edgar Meister, hat in der Diskussion
um eine Regulierung der Hedgefonds-Industrie eine Selbstverpflichtung
der Branche angeregt. Es sei auf jeden Fall lohnenswert, diesen Ansatz
weiter zu verfolgen und zu sehen, wie weit man damit komme, sagte
Meister anläßlich der Präsentation des Berichts "EU banking sector
stability 2005".
Das rasante Wachstum der Hedgefonds-Industrie, der verschärfte
Wettbewerb und Marktbedingungen wie die niedrigen Kapitalmarktzinsen
werfen aus Meisters Sicht einige Fragen im Zusammenhang mit der
Erhaltung der Finanzstabilität auf. Hedgefonds könnten die Stabilität
vor allem über ihre Geschäftsbeziehungen zu den Banken beeinträchtigen.
Unter den Banken sei beispielsweise ein verschärfter Wettbewerb um das
so genannte Prime-Brokerage-Geschäft mit den Fonds zu erkennen. Damit
drohe die Disziplin der Banken im Bereich des Kontrahentenrisikos unter
Druck zu geraten. Die meisten Banken, die mit Hedgefonds
Geschäftsbeziehungen unterhielten, verfügten allerdings über
fortgeschrittene Risikomanagementsysteme.
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