31.10.2005 | 

Neuer Vorschlag zur Selbstverpflichtung für Hedgefonds

Der Vorsitzende des Ausschusses für Bankenaufsicht des Europäischen

Systems der Zentralbanken (ESZB), Edgar Meister, hat in der Diskussion

um eine Regulierung der Hedgefonds-Industrie eine Selbstverpflichtung

der Branche angeregt. Es sei auf jeden Fall lohnenswert, diesen Ansatz

weiter zu verfolgen und zu sehen, wie weit man damit komme, sagte

Meister anläßlich der Präsentation des Berichts "EU banking sector

stability 2005".

Das rasante Wachstum der Hedgefonds-Industrie, der verschärfte

Wettbewerb und Marktbedingungen wie die niedrigen Kapitalmarktzinsen

werfen aus Meisters Sicht einige Fragen im Zusammenhang mit der

Erhaltung der Finanzstabilität auf. Hedgefonds könnten die Stabilität

vor allem über ihre Geschäftsbeziehungen zu den Banken beeinträchtigen.

Unter den Banken sei beispielsweise ein verschärfter Wettbewerb um das

so genannte Prime-Brokerage-Geschäft mit den Fonds zu erkennen. Damit

drohe die Disziplin der Banken im Bereich des Kontrahentenrisikos unter

Druck zu geraten. Die meisten Banken, die mit Hedgefonds

Geschäftsbeziehungen unterhielten, verfügten allerdings über

fortgeschrittene Risikomanagementsysteme.

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