31.10.2005 | 

Beteiligungskapital ist für Mittelständler kein Allheilmittel

Die meisten Mittelständler sehen Beteiligungskapital nur selten als

geeignete Finanzierungsalternative. Vor allem die hohen

Renditeerwartungen der Beteiligungsgesellschaften und die Furcht, nicht

mehr Herr im eigenen Haus zu sein, schrecken die Unternehmen ab. Das

ergab eine Umfrage der IHKs München, Passau, Regensburg und Würzburg

zusammen mit dem Center for Entrepreneurial and Financial Studies der

TU München, CEFS, unter 266 mittelständischen Unternehmen in Bayern.

Danach sind fast 60 Prozent der Meinung, dass privates

Beteiligungskapital nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll sei. Nur ein

Drittel der Unternehmen hält die Finanzierungsform für geeignet.

Dagegen stehen die Befragten dem Eigenkapital über eine staatliche

Förderbank, wie der KfW, offener gegenüber. Die Hälfte der Unternehmen

sieht darin ein hilfreiches Angebot, weitere 41 Prozent schätzen es

zumindest teilweise.

Als größte Hemmschwelle nannten 53 Prozent der Unternehmen, dass die

privaten Beteiligungsgesellschaften ihres Erachtens zu hohe Renditen

erwarten würden. Bei den Unternehmen, die bereits Beteiligungen

eingegangen sind, lag dieser Anteil sogar bei 67 Prozent.

 

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