Beteiligungskapital ist für Mittelständler kein Allheilmittel
Die meisten Mittelständler sehen Beteiligungskapital nur selten als
geeignete Finanzierungsalternative. Vor allem die hohen
Renditeerwartungen der Beteiligungsgesellschaften und die Furcht, nicht
mehr Herr im eigenen Haus zu sein, schrecken die Unternehmen ab. Das
ergab eine Umfrage der IHKs München, Passau, Regensburg und Würzburg
zusammen mit dem Center for Entrepreneurial and Financial Studies der
TU München, CEFS, unter 266 mittelständischen Unternehmen in Bayern.
Danach sind fast 60 Prozent der Meinung, dass privates
Beteiligungskapital nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll sei. Nur ein
Drittel der Unternehmen hält die Finanzierungsform für geeignet.
Dagegen stehen die Befragten dem Eigenkapital über eine staatliche
Förderbank, wie der KfW, offener gegenüber. Die Hälfte der Unternehmen
sieht darin ein hilfreiches Angebot, weitere 41 Prozent schätzen es
zumindest teilweise.
Als größte Hemmschwelle nannten 53 Prozent der Unternehmen, dass die
privaten Beteiligungsgesellschaften ihres Erachtens zu hohe Renditen
erwarten würden. Bei den Unternehmen, die bereits Beteiligungen
eingegangen sind, lag dieser Anteil sogar bei 67 Prozent.
zurück