Neue Umsetzungswege für Hedgefondsinvestments
In den vergangenen Jahren hat sich das Alpha von Hedgefonds deutlich verringert. Willis Towers Watson führt dies in einer kurzen Analyse auf vier wesentliche Faktoren zurück. Mit der Professionalisierung der Branche konzentrieren sich Manager vermehrt darauf, möglichst konstante Gebühreneinnahmen zu erreichen und vernachlässigen darüber die Performance-Generierung für die Kunden. Zweitens hat die Konkurrenz durch Alternative-Beta-Strategien zugenommen, die klassische Hedgefondsstrategien zu deutlich geringeren Kosten replizieren. Ein weiterer Punkt sind hohe und schlecht strukturierte Gebührenstrukturen, die die Netto-Renditen vermindern. Zuletzt stellte auch das Marktumfeld die Branche vor Herausforderungen: Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken hat zu einer Reduzierung der Volatilität im Markt und einer geringeren Dispersion geführt. 
Quelle: Willis Towers Watson
Dennoch bewerten die Autoren Hedgefonds angesichts der großen Freiheiten bei der Portfolioallokation nach wie vor als ein wertvolles Element für Portfolios institutioneller Investoren. Um die oben genannten Nachteile zu vermeiden wird empfohlen, bessere Komponenten zu bilden. Dies umfasst die Isolierung einzelner besonderer Fähigkeiten von Portfoliomanagern, etwa besonderer Erfolg mit einer Teilstrategie eines Multi-Strategy-Produktes. Diese werden in neuen, separaten und maßgeschneiderten Vehikeln umgesetzt, deren Gebührenstrukturen transparent sind und keine Interessenkonflikte provozieren. Dabei gilt es, den Hedgefonds im gesamten Portfoliokontext zu betrachten und einen sinnvollen Beitrag zum Risiko und der Rendite des Gesamtportfolios zu leisten. Die Replikation klassischer Risikoprämien gilt es ebenso zu vermeiden wie eine zu starke Diversifikation.
Quelle: Willis Towers Watson
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