Netto-Geldvermögen erreichen Vorkrisenniveau
Dem Global Wealth Report der Allianz zufolge ist das weltweite Netto-Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2012 um 10,4 % gestiegen und erreichte damit das Vorkrisenniveau in allen untersuchten Regionen. Die private Verschuldung stieg weltweit gegenüber dem Vorjahr zwar um 2,9 %, lag aber unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 5,5 %. Das höchste Schuldenwachstum verzeichneten Asien und Lateinamerika mit 15,8 % bzw. 17,0 %. In den reichen Regionen der Welt war dagegen ein signifikanter Rückgang der Schuldenwachstumsrate zu beobachten. Hinsichtlich der Vermögensverteilung bestehen weiterhin große regionale Unterschiede. An der Spitze steht Nordamerika, wo das Netto-Geldvermögen pro Kopf 97.330 Euro betrug. Die ärmste untersuchte Region ist Osteuropa mit einem Pro-Kopf-Vermögen von 2.600 Euro. In Westeuropa liegt der Durchschnitt bei 44.780 Euro.
Quelle: Allianz Global Investors
Hauptgrund für die positive Vermögensentwicklung war die Performance der Aktienmärkte im vergangenen Jahr. 36 % des weltweiten Geldvermögens wurde Ende 2012 in Form von Wertpapieren gehalten. Außerdem bleiben trotz des Niedrigzinsumfelds Bankeinlagen für Anleger attraktiv und machen rund 32 % des Geldvermögens aus. Weltweit liegen die gesamten Bankeinlagen Ende 2012 um 35 % höher als 2007 und wird von den Autoren als "Flucht in sichere Häfen" interpretiert.
Quelle: Allianz Global Investors
Ansprüche der Privathaushalte gegenüber Versicherungen und Pensionen erreichten weltweit im Jahresverlauf 2012 einen Zuwachs in Höhe von 7,4 % und liegen deutlich über dem langfristigen jährlichen Durchschnittswachstum der letzten zwölf Jahre von 4,7 %. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern und wird mit dem jungen Entwicklungsstadium der Versicherungsmärkte in den Schwellenländern begründet. Insgesamt hielten Privathaushalte ca. 30 % ihres Vermögens in Pensionen und Versicherungen.