Nachhaltigkeit im Immobiliensektor beinhaltet mehr als Energieeffizienz
Der Immobiliensektor ist für rund ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs und des globalen CO2-Ausstoßs verantwortlich. Allerdings bietet der Sektor auch ein hohes Potenzial für Einsparungen und Effizienzsteigerungen. Die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin untersucht in einem aktuellen Nachhaltigkeitsreport das Thema Sustainability im Immobiliensektor und zeigt, dass nachhaltige Gebäude nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch aus Investorensicht sehr vorteilhafte Renditeeigenschaften aufweisen. So benötigen heutige Neubauten kaum noch Betriebsenergie und greifen darüber hinaus auf Materialen zurück, die wiederverwendet werden können. Nachhaltige Gebäude müssen heute auch soziale Kriterien erfüllen. Die Bereiche Nutzerkomfort, Flexibilität sowie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind Teil eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatzes im Immobilienbereich.
Quelle: J. Safra Sarasin
Aspekte wie Raumluftqualität, Tageslichtnutzung oder flexible Raumaufteilung gewinnen bei heutigen Nutzern und Mietern immer mehr an Bedeutung. Die Nachfrage ist hoch. Studien aus Großbritannien, Frankreich, den USA oder Australien belegen, dass Häuser, die über ein Nachhaltigkeitszertifikat verfügen, einen deutlich höheren Objektwert aufweisen als traditionelle Immobilien. Sowohl Mieten als auch Verkaufspreise liegen deutlich oberhalb von unzertifizierten Gebäuden. Aus Investorensicht ist nachhaltiges Bauen aber auch aus Risikosicht interessant, schlussfolgert J. Safra Sarasin. Das Leerstandsrisiko ist bei nachhaltigen Gebäuden um ein vielfaches niedriger. Umgekehrt drücken schlechte Energiezertifikate auf den Gebäudewert und lassen laut Safra Sarasin den Schluss zu, dass nicht nachhaltige Immobilien im nächsten Abwärtszyklus zuerst von Abwertungen und Leerständen betroffen sein werden.