Nachhaltigkeit bei Pensionseinrichtungen ausbaufähig
Pensionseinrichtungen in Deutschland wenden häufig bereits Nachhaltigkeitskriterien bei ihren Investmententscheidungen an. Allerdings sind Nachhaltigkeitsthemen sowohl bei den Einrichtungen, als auch über die verwendeten Asset-Klassen hinweg noch ausbaufähig, berichtet eine kürzlich von Allianz Global Investors (AGI) veröffentlichte Studie. Für die Publikation wurden rund 150 Versorgungsanstalten mit ca. 200 Mrd. Euro Assets under Management untersucht. Negativbeispiel sind die Versorgungsanstalten des Bundes und der Länder. Keine einzige berücksichtigt laut der Studie Nachhaltigkeitskriterien.
In der Asset Allocation liegen Investmentfonds auf Aktien, Unternehmensbeteiligungen sowie Immobilien und Grundstücke mit 43 % bis 57 % bei der Integration von Nachhaltigkeit weit vorne. Bei Einzelinvestments in Aktien und Anleihen findet eine Berücksichtigung hingegen bisher praktisch nicht statt.
Quelle: Allianz Global Investors
Themeninvestments und Best-in-Class-Ansätze dominieren die verwendeten Ansätze. Negativselektion und Nutzung von Eigentumsrechten spielen hingegen eine untergeordnete Rolle. Zudem stehen ökologische und ökonomische Kriterien bisher im Vordergrund, wohingegen soziale und ethische Kriterien bisher wenig Beachtung finden. Das Thema Nachhaltigkeit ist somit bei den Pensionseinrichtungen zwar angekommen, allerdings in Breite und Tiefe noch längst nicht ausgereift.
Quelle: Allianz Global Investors
Zusätzlich finden sich in der Veröffentlichung noch einen Reihe von Fallstudien und Experteninterviews.