Szenarien anhaltend hoher Rohstoffpreise
In einem im November veröffentlichten Report untersucht McKinsey die Herausforderungen an die Rohstoffversorgung in den kommenden 20 Jahren vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung. Während sinkende Rohstoffpreise die Grundlage des wachsenden Wohlstandsniveaus im vergangenen Jahrhundert darstellten, wurden die Preisrückgänge im letzten Jahrzehnt vollständig aufgezehrt. Die nächsten 20 Jahre könnten daher von höheren und insgesamt volatileren Rohstoffpreisen gekennzeichnet sein, so der Report.
Quelle: McKinsey (2011)
Dabei spielen die steigende Nachfrage aus den Schwellenländern, allen voran China und Indien, sowie zunehmend knappe Ressourcen die Hauptrolle. Bis 2030 wird das Bevölkerungs- und Wohlstandswachstum in diesen Ländern zur Bildung einer neuen Mittelschicht von bis zu 3 Milliarden Menschen führen. Auch aus Sicht des Klimaschutzes ergeben sich große Anforderungen an die technologischen Aspekte der Rohstoffversorgung. Zur Deckung der Nachfrage ist eine signifikante Verbesserung der Förderungs- und Produktionseffizienz notwendig. Hierfür ist eine Etablierung nachhaltiger Investmentansätze bei institutionellen Investoren unerlässlich.
Quelle: McKinsey (2011)
Die vorhandenen Technologien versprechen bereits große Produktivitätsgewinne. Einem flächendeckenden Einsatz steht derzeit aber die niedrige Attraktivität für private Investoren im Weg. Die unsichere Entwicklung der Rohstoffpreise erschwert die Renditekalkulation für Investoren. Darüber hinaus verdrängen nationale Subventionen für Agrar-, Energie und Wasserwirtschaft private Investoren in einer Größenordnung von 1 Billion US-Dollar, so der Report. Die Abschaffung der Subventionen und Einführung einer Besteuerung von 30 US-Dollar je Tonne Kohlenstoffdioxid-Emission könne die Attraktivität für Investoren signifikant steigern.