23.08.2016 | Studie

Nachhaltigkeit bei Hedgefonds und Private Equity steigt

Hedgefonds und Private Equity Manager berücksichtigen immer häufiger Nachhaltigkeitsaspekte in ihrem Investmentprozess, zeigt Unigestion in einer im Juli erschienenen Studie. Die Autoren untersuchen die unterschiedliche Umsetzung von Umwelt-, Sozial-, und Governance-(ESG) Kriterien beider Managergruppen.
Ein Drittel der externen Hedgefonds Manager von Unigestion haben mittlerweile ESG-Richtlinien in ihre Investmentpolitik integriert. Dennoch unterzeichneten lediglich 20 % die Principles for Responsible Investment (PRI), die freiwilligen Prinzipien für verantwortungsvolle Investments der Vereinten Nationen. Innerhalb dieser Gruppe überwiegt der Anteil der großen Asset Manager, die ein Volumen von über 10 Mrd. USD verwalten. Als Gründe wird, neben einem zusätzlichen Arbeitsaufwand, die fehlende Nachfrage der Investoren hervorgehoben.
Bei dem Vergleich der Hedgefonds Manager werden vor allem von den Tactical Trading Managern keine ESG-Kriterien integriert. Dieses Ergebnis wird von den Autoren mit der Schwierigkeit der Implementierung innerhalb der Strategien begründet. Der größte Anteil der Hedgefonds Manager, die ESG-Maßnahmen umsetzen, entfiel mit 67 % auf die Arbitrage Manager.


Quelle: Unigestion

Nachhaltigkeitsaspekte werden deutlich stärker von Private Equity Manager integriert. Hier liegt der Anteil der PRI-Unterzeichner bei 30 %. Am häufigsten werden ESG-Kriterien von den Buyout Managern umgesetzt. Hier erreichten 45 % den Leader- oder Advanced-Status. Die Autoren erklären den hohen Anteil damit, dass Buyout Manager in Großunternehmen investieren, welche die notwendigen Ressourcen aufweisen und ESG-Maßnahmen bereits umgesetzt haben. Bei Venture Capital/ Growth Managern liegt der Anteil der Gruppe, die Nachhaltigkeitsaspekte nicht beachten, bei 46 %. Im geographischen Vergleich liegen europäische Private Equity Manager vor den amerikanischen und asiatischen Managern.


Quelle: Unigestion

Die Autoren gehen davon aus, dass sich die ESG-Aktivitäten bei den Hedgefonds und Private Equity Managern in Zukunft deutlich ausweiten werden. Verantwortlich hierfür sind, nach Einschätzung der Autoren, in erster Linie die Anforderungen der Investoren. Sie heben außerdem hervor, dass es prinzipiell möglich ist, Nachhaltigkeitsaspekte in jeden Investmentprozess oder die Unternehmenstätigkeiten zu integrieren.
Zur Förderung der ESG-Integration in Hedgefonds erarbeitet die PRI-Initiative zurzeit an einem standardisierten Due-Diligence-Fragebogen.

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