Nachhaltige Geldanlage durch Ausschlusskriterien
Henry Schäfer von der Universität Stuttgart hat in einem Forschungspapier die Rolle von Ausschlusskriterien in der nachhaltigen Geldanlage untersucht. Unter Ausschlüssen wird das Nichtinvestieren in Wertpapiere von Unternehmen verstanden, deren Geschäftspolitik Nachhaltigkeitsgrundsätze verletzt, etwa die Produzenten von Massenvernichtungswaffen. Der Autor analysiert hierbei unter anderem die Aspekte Marktversagen vs. Staatsversagen und die Rolle der Corporate Social Responsibility sowie Corporate Sustainability. Er untersucht, wie Unternehmen sich durch Ausschlüsse zu einer stärkeren Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte bewegen lassen, wobei der Fokus auf den Finanzierungskosten zur Steuerung des Unternehmensverhaltens liegt. In diesem Zusammenhang werden auch andere Formen nachhaltiger Geldanlage thematisiert, bei denen nicht die Renditeerzielung ein zentrales Motiv darstellt, sondern die Realisierung anderer, bspw. sozialer Ziele im Mittelpunkt steht. 
Quelle: Schäfer (2014)
Empirisch sind die Ergebnisse ambivalent. Auf der einen Seite zeigen verschiedene Untersuchungen, dass eine hohe Nachhaltigkeitsleistung mit geringeren Risiken für die Unternehmen, einer besseren Performance und sinkenden Fremdfinanzierungkosten einhergeht. Andererseits sind die Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Management über die Eigenfinanzierungskosten eher begrenzt. Der Autor schlussfolgert, dass über einen Ausschluss des Unternehmens hinaus, eine Art Zangenpolitik durch Medienaufklärung und NGO-Aktivitäten nötig ist, um kontroverses Verhalten transparent zu machen und Druck auf betreffende Unternehmen oder Branchen zu entfalten.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking in den Kategorien Sustainability Equity und Sustainability Fixed Income & Balanced. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.