Multi-Manager-Portfolios verbessern Performance von Pensionsfonds
Pensionsfonds stellen mit einem Vermögen von geschätzten 18 Billionen US-Dollar einen signifikanten Teil der weltweit investierten Assets. Trotzdem wird ihr Anlageverhalten bisher nur wenig von der Wissenschaft betrachtet, auch aufgrund der mangelnden Datenbasis. Eine aktuelle Research-Publikation des Pensions Institute der Cass Business School analysiert die Managerauswahl von UK-Pensionsfonds zwischen 1984 und 2004. Dabei stellen sie Performance-Unterschiede aufgrund der Auswahl der Managermandate aus den Feldern Balanced vs. Specialist und Single vs. Multiple fest. Der Trend bei der Managerselektion geht hin zu spezialisierten und konkurrierenden Mandaten. Die Ergebnisse sind insgesamt auch für Sponsoren von anderen Investmentprogrammen antizipierbar.
Quelle: Blake et. al. (2009)
Zunächst führt ein dezentralisiertes Management zu einem erhöhten Koordinationsaufwand und es gehen möglicherweise Diversifikationsvorteile verloren. Spezialisten liefern der Studie zufolge jedoch signifikante Selektionsfähigkeiten bei Titeln, während Manager mit einem Balanced-Mandat diese nicht aufweisen, dafür jedoch geringere Gebühren verlangen.
Quelle: Blake et. al. (2009)
Gleichzeitig scheint der Einsatz mehrerer Manager mit Mandaten in einer Anlageklasse zu einer Outperformance zu führen. Risikokontrolle wird dann über mehrere Risikobudgets ausgeführt, die zu einem niedrigerem Gesamtrisiko auf Ebene des Pensionsfonds führt. Durch Dezentralisierung scheinen Pensionsfonds "Diseconomies of Scale", also Größennachteile zu kompensieren.