27.03.2006 | 

Master-KAGs stärken Finanzplatz Deutschland

Die Dienstleistungen der seit 2004 in Deutschland erlaubten Master-Hedge-KAGs sind ein Erfolg und haben den Zugang für ausländische Hedgefonds auf dem deutschen Markt wesentlich erleichtert. Das ist das übereinstimmende Fazit  der Diskussion über Hedgefonds-Plattformen auf der ?SuperHedge 2006" in Frankfurt.

Mit der Master Hedge KAG als Service-Provider werden Hedgefonds-Managern die Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt, Fonds nach deutschem Recht aufzulegen. So können sich Hedgefonds-Manager den Aufbau einer eigenen Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und die Suche nach einer Depotbank sowie einem Prime Broker ersparen. In Deutschland sind bislang mit der SEB, Citigroup und Hansainvest drei Anbieter vertreten. Die Citigroup und SEB haben bislang jeweils drei Single-Fonds als Master-KAG aufgelegt, bei Hansainvest sind es bislang vier Dach-Hedgefonds, der fünfte steht nach Angaben von Geschäftsführer Dr. Jörg Stotz unmittelbar vor der Zulassung durch die Finanzaufsicht BaFin.

?Der große Vorteil der Master-KAG ist ? im Gegensatz zu den off-shore-Fonds - die besondere Risikokontrolle, die durch die BaFin abgesegnet ist?, sagt Jörg Sittmann, Geschäftsführer der Citigroup Investment Deutschland KAG. Außerdem gebe es bislang nicht genügend steuertransparente Single-Fonds, in die Dach-Hedgefonds investieren können. ?Insofern leisten wir mit der Master-KAG auch einen wichtigen Beitrag für den Finanzstandort Deutschland?, sagte Sittmann. Er kündigte gleichzeitig an, künftig auch Dach-Hedgefonds auflegen zu wollen.

Magnus Ward, Geschäftsführer der SEB Master-Hedge-KAG, erwartet, dass dank der Möglichkeiten durch die Master-KAGs das Angebot von Hedgefonds in den kommenden Jahren in Deutschland weiter ausgebaut wird. ?Das Interesse steigt. Denn die Master-KAG reduziert regulatorische Barrieren und schafft zugleich Vertrauen?, sagte Ward und fügte hinzu: ?Es wäre wichtig, auf diesem Wege einen Teil der Manager aus Großbritannien nach Deutschland zu bekommen.?

Hansainvest-Geschäftsführer Stotz wies darauf hin, dass vor allem institutionelle Investoren lieber auf in Deutschland zugelassene Produkte zurückgreifen. ?Die Master-KAG steht für Qualität made in Germany?, sagte Stotz. Die Konkurrenz zu den Zertifikaten bezeichnete er als ?nicht fair?. Es sei wesentlich einfacher, in strukturierte Produkte zu investieren. Dafür müssten Investoren aber auf die Transparenz verzichten, die sie bei deutschen Hedgefonds bekommen würden.

 

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