Harcourt sieht institutionelle als Wachstumstreiber der Branche
Trotz der starken Mittelzuflüsse und einem Volumen von über 1 Billion Dollar: Die Hedgefonds-Industrie steht nach Ansicht von Marcel Herbst, Executive Director des Schweizer Hedgefonds-Spezialisten Harcourt, erst am Anfang ihrer Entwicklung. ?Der große Wachstumstreiber sind die institutionellen Investoren. Sie sind bislang deutlich unterinvestiert?, sagte Herbst auf der SuperHedge in Frankfurt.
Als einen wichtigen Trend machte Herbst die verstärkte Suche nach langfristig ausgerichteten Produkten aus. In diesem Bereich werde es auch viele neue Fonds geben. Der Grund: ?Viele Investoren wollen Hedgefonds nicht aus Renditegesichtspunkten, sondern um das Risiko in ihrem Portfolios zu minimieren.? Es gebe jedoch speziell zum Thema Risiko viele Missverständnisse. Aufklärung sei deshalb dringender denn je.
Seiner Einschätzung nach wird die Bedeutung von Managed-account-Plattformen deutlich zunehmen, ?denn die Institutionellen wollen Transparenz?, sagte Herbst. Er erwartet zudem, dass die Manager sich ihre Erfolge in Zukunft noch besser bezahlen lassen. Die Gebühren, speziell die Performance-Fees, werden weiter steigen, prognostiziert der Harcourt-Experte.
Verändern werden sich auch die Investments der Hedgefonds-Manager. Zum einen seien sie nicht mehr nur auf die etablierten Märkte konzentriert, zum anderen würden ?neue Strategien, Themen und Stile? entstehen, so Herbst. Ein Kapazitätsproblem sieht er dagegen nicht. ?Hedgefonds werden aktiver als bisher.? Als Beispiele nannte er strategische Investitionen in Unternehmen sowie Nischen wie Katastrophenbonds, Asset Backed Securities oder Elektrizität. Parallel werde aber auch der Wettbewerb mit anderen Assetklassen wie Private Equity deutlich zunehmen.
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