Listed Infrastructure keine eigene Asset-Klasse
Ein Forscherteam des EDHEC-Risk Institute hat in einem Forschungspapier die Eigenschaften von Listed Infrastructure im Portfoliokontext untersucht und festgestellt, dass sich entsprechende Eigenschaften auch durch die Kombination anderer Kapitalmarktinstrumente und Faktorstrategien darstellen lassen. Hierzu wurden drei verschiedene Proxies für Listed Infrastructure verwendet, zunächst eine auf Sektorklassifikation basierende Aktienselektion, dann gängige Infrastruktur-Indizes und zuletzt einen Korb aus Aktien, die direktes Exposure zu Infrastrukturprojekten eröffnen. In den insgesamt durchgeführten 22 Tests ließen sich keine robusten Effekte einer Listed-Infrastructure-Asset-Klasse nachweisen – unabhängig davon, ob es sich um nach Asset-Klassen oder Faktoransätzen diversifizierte Portfolios handelt. Zwar waren einige der Benchmarks in der Zeit vor der globalen Finanzkrise in der Lage, die Effizienz des Portfolios zu steigern, mehrheitlich war diese Performance in der Zeit nach der Finanzkrise allerdings nicht persistent. 
Quelle: EDHEC-Risk Institute
Insgesamt schließen die Autoren, dass Listed Infrastructure weder eine eigenständige Asset-Klasse noch eine einzigartige Kombination verschiedener Marktfaktoren darstellt. Die Konsequenz daraus ist, dass Listed-Infrastructure-Proxies nicht als Benchmark für nicht-kotierte Infrastrukturinvestments geeignet sind.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Listed Infrastructure jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.