30.07.2019 | Märkte

Liquiditätsquote offener Immobilienfonds in Deutschland

Im Jahr 2018 verfügten die deutschen Immobilienfonds über Liquiditätsreserven im Volumen von 18 Mrd. Euro, ein Rückgang um 0,8 Prozentpunkte auf 20,2 %. Gemäß einem Marktbericht der Ratingagentur Scope ist dies sowohl auf rege Investitionstätigkeiten als auch effektive Liquiditätssteuerung zurückzuführen. Im Niedrigzinsumfeld war die Rendite von 3,3 %, die 2018 im Schnitt erzielt wurde, attraktiv, so dass wie schon im Vorjahr hohe Zuflüsse in das Segment verzeichnet wurden. Um die Liquiditätsquoten durch Zuflüsse nicht zu stark ansteigen zu lassen, werden seitens der Fonds verschiedene Maßnahmen ergriffen. Hierzu zählen die Begrenzung der Vertriebskontingente oder die Aussetzung der Annahme neuer Mittel außer bei anstehenden Käufen. Per Ende 2018 erreichten die Gesamtvolumina der deutschen Immobilienfonds einen Rekordwert von 98,2 Mrd. Euro.


Quelle: Scope

Die Nettomietrenditen der Fonds lagen mehrheitlich zwischen 5 und 6 %. Die weiterhin recht hohe Liquiditätsquote reduzierte die Gesamtperformance allerdings spürbar. Bei 11 der untersuchten 19 Produkte lag die Rendite der Liquidität zwischen 0 und -0,3 %. Vor diesem Hintergrund kommt der Steuerung der Liquiditätsquote großes Gewicht zu. Ist sie zu gering, droht die Schließung, ist sie zu hoch, wird die Performance verwässert. Die Autoren der Studie halten 15 bis 20 % für Fonds mit vielen Altanlegern vor Inkrafttreten des KAGB für sinnvoll, bei Produkten, die keine Altanleger haben, die ohne Kündigung Bestände verkaufen können, sind es 5 bis 10 %.


Quelle: Scope


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