Liquiditätsprämien in verschiedenen Asset-Klassen
Das Schweizer Beratungsunternehmen PPCmetrics hat in einem Researchpaper die Liquidität verschiedener Asset-Klassen untersucht, die Veränderungen im Zeitablauf erörtert und die Höhe der Illiquiditätsprämie abgeleitet. Liquidität wird definiert als die Möglichkeit, eine hohe Anzahl von Wertpapieren ohne größeren Einfluss auf den Preis handeln zu können. Dies umfasst sowohl explizite als auch implizite Transaktionskosten. Erstere sind die direkt entstehenden Kosten wie Brokergebühren, letztere umfassen den Bid Ask Spread und die Market-Impact-Kosten. Der Vergleich verschiedener Asset-Klassen zeigt, dass nur wenige eine hohe Liquidität aufweisen. Die höchste Liquidität bieten US-Staatsanleihen, wo auch große Volumina in kurzer Zeit gehandelt werden können. Schon bei Aktien kleinkapitalisierter Unternehmen oder Corporate Bonds sinkt die Liquidität jedoch drastisch. 
Quelle: PPCmetrics
Im Zeitablauf ist Liquidität allerdings keine Konstante. Auch eigentlich liquide Märkte können, wie bspw. in der Finanzkrise, sehr schnell illiquide werden. Grund ist die Flucht der Anleger in sichere Anlagen. Für das Halten illiquiderer Anlagen verlangen Investoren eine Prämie. Diese kann über die strategische Allokation in illiquide Anlagen (z.B. Immobilien), die Selektion illiquiderer Anlagen innerhalb einer Asset-Klasse oder dynamische Portfoliostrategien (z.B. antizyklisches Rebalancing) vereinnahmt werden. Im US-Aktienmarkt haben beispielsweise die 10 % illiquidesten Aktien seit 1967 eine jährliche Outperformance von 4,8 % gegenüber den liquidesten erzielt. Anleger sollten allerdings berücksichtigen, dass hierfür auch andere Effekte, wie abweichende Sektor-Exposures oder höheres Leverage, verantwortlich sein können. Weiterhin schwankt die Liquiditätsprämie im Zeitverlauf stark und kann auch ex-post nur schwer bestimmt werden. 
Quelle: PPCmetrics, Illmanen
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