Klimaresilienz von schweizer Pensionsfonds und Versicherern
Die 2 Degrees Investing Initiatve, ein Pariser Think Tank, hat die Belastbarkeit der Portfolios von institutionellen Investoren in der Schweiz in verschiedenen Klimaszenarien analysiert. Im Fokus standen die Sektoren Energieträger, Stromerzeugung und Automobilhersteller, sowie Luftfahrt, Schifffahrt und Baustoffe. In diesen Sektoren lag belastbares Datenmaterial für die gegenwärtigen physischen Risiken vor. Gleichzeitig ist das Transitionsrisiko in diesen Geschäftszweigen durch ihren hohen Klimaeinfluss besonders hoch.
Quelle: 2DII
Untersucht wurden daraufhin die Aktien- und Corporate-Bond-Bestände von Pensionsfonds und Versicherern. Sie finanzieren demnach aktuell ein 6-Grad-Szenario der Klimaerwärmung und genügen damit noch nicht dem UN-Ziel von 2 Grad. Die zugrundeliegenden Unternehmen investieren der Analyse zufolge in kohlenstoffreiche Technologien, wie Kohle, Gas oder Öl, während der Ausbau von Low-Carbon-Technologien auf niedrigem Niveau liegt. So besteht ein hoher Bedarf an Dekarbonisierung. 
Quelle: 2DII
Das größte finanzielle Risiko resultiert demnach einerseits aus physischen Risiken, die eine Klimaerwärmung um 4 oder 6 Grad Celcius mit sich bringt. Andererseits aus technologischen Transitionsrisiken, die zum Bedeutungsverlust einiger Branchen führen könnten und entsprechende Wertverluste nach sich zögen. Gleichzeitig appellieren die Autoren jedoch daran, dass Investoren in High-Carbon-Sektoren auch einen hohen Impact erzielen können, wenn sie ihren Hebel sowohl intern als auch extern nutzen und so aktiv zum Wandel und der Begrenzung der Erderwärmung beitragen können.
Grundlage der Analyse war das Open-Source-Modell Paris Agreement Capital Transition Assessment (PACTA). An der Studie haben 79 Investoren mit einem Anlagevolumen von rund 370 Mrd. Franken teilgenommen, was zwei Drittel der institutionellen Aktien- und Corporate-Bonds-Anlagen der Schweiz abdeckt.
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