14.11.2013 | Research

Liability-Matching mit Unternehmensanleihen erhöhen

Sowohl zur Absicherung als auch zur Verbesserung der Performance kann ein Exposure in Unternehmensanleihen für institutionelle Investoren vorteilhaft sein. In einem Forschungspapier des Edhec Risk Institute untersuchen die Autoren Lionel Martellini und Vincent Milhau die Vorteile der Implementierung von Unternehmensanleihen sowohl in Portfolien, die Verbindlichkeiten absichern (LHP) als auch in solchen, die performanceorientiert sind (PSP). Zu diesem Zweck werden aufbauend auf einem theoretischen Modell jeweils Portfolien mit und ohne Corporates miteinander verglichen. Annahmegemäß wird das Vermögen auf die beiden Strategien aufgeteilt, mit dem grundsätzlichen Ziel, bestimmte Verbindlichkeiten in der Zukunft damit abzusichern.

Quelle: Edhec

Demnach hat die Implementierung von Unternehmensanleihen einen dämpfenden Effekt auf die erwartete Rendite des PSP, das renditeorientiert überwiegend in Aktien investiert. Dies wird jedoch mehr als kompensiert durch die Abnahme der Volatilität, so dass die Sharpe Ratio ansteigt. Gleiches gilt auch für die Sharpe Ratio des Verbindlichkeiten absichernden LHP, das ansonsten ausschließlich aus Staatsanleihen besteht. Hier steigt jedoch nicht nur die Sharpe Ratio, sondern auch die erwartete Rendite durch die Implementierung von Unternehmensanleihen.

Insgesamt stellen die Autoren fest, dass durch die Allokation von Unternehmensanleihen jeweils das Liability-Matching verbessert wird, während die Verringerung der Performance beim PSP unterproportional ist. Somit kann der Anteil der Performancekomponente am Gesamtportfolio zu Lasten des LHP erhöht werden. Auf der anderen Seite wird im LHP durch die Berücksichtigung von Corporates die Performance verbessert. Gerade dann, wenn die Verbindlichkeiten des Investors nicht nur mit dem risikofreien Zins diskontiert werden, eignet sich ein gemischtes Anleihenportfolio besser zum Liability-Matching und verbessert die Hedging-Eigenschaften des LHP.

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