Steigende Nachfrage für High-Yield- und Short-Duration-ETFs
Das in ETFs gehaltene Vermögen wuchs auch im dritten Quartal, wie die Ende Oktober veröffentliche Quartalsanalyse von BlackRock zeigt. Weltweit betrug die Summe der Assets rund 2.232 Mrd. US-Dollar, 3 % mehr als im Vorquartal. Die größten Zuflüsse realisierten demnach Aktien-ETFs mit 56 Mrd US-Dollar, Anleihen-ETFs zogen rund 8 Mrd. US-Dollar frisches Kapital an. Gold- und Rohstoff-ETFs mussten dagegen Netto-Abflüsse hinnehmen von -5,9 % bzw. -2,5 %. Unter den Aktien-ETFs zählen vor allem Produkte, die einen speziellen Wirtschaftssektor abbilden zu den Gewinnern. Rund ein Viertel der Zuflüsse im Aktienbereich entfielen seit Jahresbeginn auf Sektor-ETFs.
Quelle: BlackRock
Insgesamt liegen rund 15 % der Aktien-ETF-Vermögen in Sektor-Produkten, rund 262 Mrd. US-Dollar. Bezogen auf Europa liegt der Anteil bei knapp 8 %. Die größten Sektoren weltweit sind dabei Financials und Real Estate, die jeweils rund 28 Mrd. US-Dollar verwalten. Es folgen Technologie und Healthcare mit je 22 Mrd. US-Dollar.
Quelle: BlackRock
Die Mittelaufnahme im Fixed-Income-Segment blieb insgesamt unter dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Positiv entwickelten sich jedoch High-Yield-ETFs. Das Segment wuchs um knapp 4 Mrd. US-Dollar. Auch ETFs mit kurzlaufenden Anleihen zogen fast 10 Mrd. US-Dollar frisches Kapital an. ETFs mit langlaufenden Anleihen mussten dagegen Abflüsse von 7 Mrd. US-Dollar hinnehmen.