27.03.2018 | Märkte

Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments

CRIC, ein Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen, hat im März 2018 gemeinsam mit KlimaGut Immobilien einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Immobilieninvestments veröffentlicht. Der Leitfaden berücksichtigt neben ökologischen und ökonomischen auch sozial relevante Aspekte. Betrachtet wird der gesamte Lebenszyklus einer Immobilie, der in zehn Phasen untergliedert ist und sich auf 49 Nachhaltigkeitskriterien stützt. Die zehn Phasen erstrecken sich von der Planung und Projektentwicklung über den Bau und der Nutzung bis hin zur Umnutzung und den Rückbau. Berücksichtigt werden auch die Planung und das Management mitsamt dem Investitions- und Verwaltungsprozess (Prozess und CSR), die sich über den gesamten Lebenszyklus erstreckt.


Quelle: CRIC, KlimaGut

Für die Phase Prozess und CSR ist bspw. der Projektentwickler und dessen Eigenverpflichtung zur Nachhaltigkeit relevant. Gleiches gilt auch für Grundstückseigentümer, Berater, Investoren, Objekt- und Vermögensverwalter, Nutzer der Immobilie etc. In den Informationsaustausch sollten alle Akteure eingebunden werden, auch diejenigen, die erst später oder nur am Rande betroffen sind. Zu den weiteren Nachhaltigkeitskriterien dieser Phase zählen Korruption und Transparenz sowie eine integrale Planung.

Die Phase Projektidee und Konzept wird anhand der Kriterien Zweck, Variantenuntersuchung, Gemeinwohl und Integration, Umweltkonzept, Lebenszykluskosten sowie Marktfähigkeit auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Der Zweck sollte sich z.B. an der Nutzungsgruppe orientieren, die neue oder mehr Fläche benötigt und ihre Anforderungen an Standort und Architektur widerspiegeln. Geprüft werden muss auch die soziale Umgebung und der Einfluss des Immobilienprojektes auf diese. Hierunter fallen z.B. Gentrifizierung oder Wohnraumverknappung.

Der Leitfaden soll kontinuierlich weiterentwickelt werden.


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