LBBW analysiert Kreditmärkte im Lichte der Euro-Krise
Die Landesbank Baden-Württemberg hat die April-Ausgabe ihrer "Credit Strategie" publiziert. Darin widmet sich das Research Team den Entscheidungen des EU-Gipfels und versucht eine Standortbestimmung des Bankensektors im Lichte der Euro-Krise. In Folge des EU-Gipfeltreffens und der Einigung über den dauerhaften Krisenfonds ESM beobachtet die LBBW keine unmittelbar positive Marktreaktion. Die Differenzierung in der Eurozonen-Peripherie hat jedoch zu deutlich engeren Spreads im Bankensektor beigetragen. Die LBBW zeigt sich für den Moment positiv für den Bankensektor gestimmt, sieht in der Sovereign-Thematik allerdings auch ein Damokles-Schwert.
Quelle: LBBW Credit Research
Den Blick auf die Emissionsstatistik im Bankensektor richtend, analysiert das Research-Team, dass Banken aus Portugal und Irland im ersten Quartal nicht am Markt aktiv waren. Emittenten aus Spanien und Italien dagegen waren größtenteils am Covered-Markt engagiert. Die LBBW stuft deshalb das systemische Risiko aufgrund der begrenzten Deckungsmaße als eher gering ein.
Quelle: LBBW Credit Research
Für den Credit-Markt prognostizieren die Analysten ausgehend vom niedrigen Zinsniveau und dem positiven Renditeverhältnis, verglichen mit Bunds eine anhaltend hohe Nachfrage. Sie rechnen mit Excess-Returns von Credits gegenüber Bunds von etwa 2 % in 2011.