Konstruktion einer liquiden Immobilien-Benchmark
Die Performance von direkten Real Estate Investments und liquiden Listed Real Estate Investments wie bespielsweise REITs unterscheidet sich sowohl in ihren Rendite- als auch Risikocharakteristika. Vor diesem Hintergrund konstruiert MSCI in einem aktuellen Forschungspapier eine Immobilien-Benchmark, die ähnliche Performance-Eigenschaften wie direkte Immobilien-Investments aufweist, dabei jedoch die Liquidität von Listed Real Estate bietet. Zunächst wurde ausgehend vom Listed-Real-Estate-Index MSCI Core Real Estate die Volatilität durch die Übergewichtung schwankungsarmer Titel verringert. Im Anschluss wurde das Universum deleveraged, um besser die Entwicklung ungehebelten direkten Immobilien-Exposures abbilden zu können. Dazu wird das Universum mit der Performance des Markit iBoxx Short-Duration Inflation-Linked Index kombiniert. Der sich daraus ergebende MSCI USA IMI Liquid Real Estate Index entwickelt sich weitgehend ähnlich zur Direct Real Estate Benchmark.
Quelle: MSCI
Zwar ist die Volatilität des neuen Index nach wie vor höher als die direkter Immobilienanlagen, doch gegenüber dem Aktienuniversum ist sie deutlich reduziert. Gleiches gilt für den Maximum Drawdown. Weiterhin konnte das Beta zum Aktienmarkt signifikant reduziert werden: Statt 0,92 beträgt der Gleichlauf mit dem MSCI USA nur noch 0,43. Zwar stellt der Index keinen Ersatz für direktes Real Estate Exposure dar, bietet jedoch durch den Min-Vol-Ansatz ein reduziertes Aktienrisiko und durch das Deleveraging Inflationsschutz und geringes Durationsrisiko.