08.08.2012 | Märkte

Konjunktur und Krisenländer lassen Insolvenzindex steigen

Die Weltkonjunktur hat sich 2012 wieder leicht eingetrübt und wird ein globales Wachstum von ca. +2,5 % erzielen, nach 2,9 % im Jahr 2011. Durch den Rückgang und die angespannte wirtschaftliche Situation in Südeuropa werden Insolvenzen wieder zunehmen. Diese Ansicht vertritt der Kreditversicherer Euler Hermes in einer aktuellen Prognose.
Der berechnete Insolvenzindex steigt 2012 demnach um 4 %. Für die Eurozone werden allerdings 14 % prognostiziert, maßgeblich getrieben durch die Mittelmeerländer, die einen Anstieg von 20 % verzeichnen.


Quelle: Euler Hermes

Griechenland, Portugal, Spanien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien liegen beim Negativtrend vorne. In Deutschland sind die Insolvenzen hingegen rückläufig, ebenso beispielsweise in Österreich, Schweden und den Niederlanden.
Für Deutschland wird das Wachstum im Jahr 2012 auf 1,0 % geschätzt, und 1,7 % im nächsten Jahr. Die Zahl der Insolvenzen werde stagnieren, schreibt Euler Hermes, das ausfallbedrohte Kapital allerdings aufgrund größerer Insolvenzfälle deutlich zunehmen.

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