22.05.2006 | 

KKR zapft europäischen Kapitalmarkt an

Der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) hat Anfang Mai einen Beteiligungsfonds an die Amsterdamer Börse Euronext gebracht. Mit dem Börsenlisting des Fonds ist KKR den Beispielen von Permira oder Apollo gefolgt, die ebenfalls bereits Fonds an die Börse gebracht haben. KKR entschied sich den Fonds "KKR Private Equity Investors LP" nicht wie üblich nur bei Institutionellen zu platzieren sondern an die Börse zu bringen und damit auch Privat-Aktionären die Möglichkeit zu bieten, an den Erfolgen der Gesellschaft zu partizipieren.

Diese können nun über den Kauf einer Aktie an dem Geschäftsmodell partizipieren. Das eingesammelte Kapital fließt in die hauseigenen Fonds. Für KKR hat dies den Vorteil, dass sich der Geldzufluss verstetigt. Im Board von KKR Private Equity Investors wird Finanzkreisen zufolge auch Heinz-Joachim Neubürger sitzen, der Ende April seinen Posten als Siemens-Finanzchef abgegeben hatte.

Zunächst rechnete KKR sich ein Emissionsvolumen von 1,5 Milliarden Dollar aus, aufgrund der starken Nachfrage wurden daraus fünf Milliarden Dollar. KKR hat in Summe 200 Millionen Aktien zum Preis von je 25 Dollar ausgegeben.

Die Private-Equity-Firmen reagieren damit Branchenkennern zufolge auf den langfristigen Trend zu mehr privater Altersvorsorge über Börseninvestments. Sie erwarten, dass Pensionsfonds als Kapitalsammelstellen an Bedeutung verlieren und erschließen sich darum rechtzeitig neue Kapitalquellen.

 

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