Debatte um REITs kommt in Schwung
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück treibt die Einführung der REITs voran. Im Gegensatz zu Teilen der SPD sieht Steinbrück in den börsennotierten Immobilienunternehmen (Real Estate Investment Trusts) eine Bereicherung für den Finanzplatz Deutschland. Für diese Überzeugung will der Finanzminister nun auch bei der REITs-Arbeitsgruppe der CDU/CSU- und SPD-Bundestagsfraktion werben.
Steinbrück will Vorbehalte vor allem bei den SPD-Parlamentariern ausräumen, heißt es in Regierungskreisen. Während am Anfang der Debatte um REITs noch die steuerlichen Probleme an erster Stelle standen, ist inzwischen der Umgang mit Wohnimmobilien in den Mittelpunkt gerückt. Die steuerlichen Probleme hält Steinbrück für lösbar, auch wenn er sich noch auf kein bestimmtes Modell festgelegt hat. Im Gegensatz zu den SPD-Linken sieht Steinbrück allerdings keine Notwendigkeit, Wohnimmobilien von Gewerbeimmobilien bei der Einbringung in REITs zu trennen.
In der Koalitionsvereinbarung haben sich CDU/CSU und SPD grundsätzlich auf die Einführung von REITs verständigt ? unter der Voraussetzung, dass ?die verlässliche Besteuerung beim Anleger sichergestellt wird und positive Auswirkungen auf Immobilienmarkt und Standortbedingungen zu erwarten sind?. Bei REITs findet die Besteuerung bei den Anlegern statt. REITs sind von der Körperschaftssteuer befreit, wenn sie mindestens 90 Prozent ihrer Erträge ausschütten. Bei Auslandsinvestoren gilt es daher zu verhindern, dass sie der Besteuerung komplett entgehen.
zurück